Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Unionsabgeordnete fordern härteren Kurs in Berlin
Berlin () – Mehrere Unionsabgeordnete drängen Kanzler Friedrich Merz (CDU) zu einem härteren Kurs gegenüber der SPD.
CDU und CSU hätten in den vergangenen Monaten Verantwortung übernommen und Kompromisse ermöglicht, unter anderem beim Sondervermögen und beim Rentenpaket, heißt es in einem zweiseitigen Beschluss des Vorstands des Parlamentskreises Mittelstand (PKM), über den der „Spiegel“ berichtet.
„Diese Kompromissbereitschaft findet jedoch dort ihre Grenze, wo zusätzliche steuerliche Belastungen zur Diskussion gestellt, Mittel für wachstumsfördernde Maßnahmen zur Finanzierung anderer Aufgaben herangezogen oder zentrale Grundsätze einer soliden Haushaltspolitik in Frage gestellt werden“, heißt es in dem Dokument.
Die Kritik richtet sich an Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Doch auch Merz dürfte der Vorstoß wenig gelegen kommen. Am Dienstag hatte er vor einem Besuch der SPD-Fraktion an beide Fraktionen, Union und SPD, appelliert, sich nicht gegenseitig öffentlich rote Linien aufzuzeigen.
Deutschland brauche dringend umfassende strukturelle Reformen, um seine wirtschaftliche Stärke, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit zu sichern, heißt es in dem Beschluss weiter. Dem PKM gehören nach eigenen Angaben 166 von 208 Mitgliedern der Unionsfraktion an.
Konkret fordert der Wirtschaftsflügel um seinen Vorsitzenden Christian von Stetten (CDU) von der Bundesregierung etwa, dass es keine Erhöhung der Einkommens- und Erbschaftsteuer geben dürfe. Die Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen müssten ohne Mehrbelastungen für hohe Einkommen finanziert werden, fordert die Vereinigung. Außerdem sollten Ausgaben konsequent priorisiert, Einsparpotenziale gehoben und wachstumsfördernde Maßnahmen in den Mittelpunkt gestellt werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedrich Merz am 19.05.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Mehrere Unionsabgeordnete drängen Kanzler Friedrich Merz zu einem härteren Kurs gegenüber der SPD.
- Kritik richtet sich an Finanzminister Lars Klingbeil wegen zusätzlicher steuerlicher Belastungen.
- Der Wirtschaftsflügel der Union fordert keine Erhöhung der Einkommens- und Erbschaftsteuer.
Warum ist das wichtig?
- Stärkung des wirtschaftlichen Kurses der Union
- Notwendigkeit von strukturellen Reformen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
- Forderung nach Steuererleichterungen für kleine und mittlere Einkommen ohne Mehrbelastung anderer Gruppen
Wer ist betroffen?
- Unionsabgeordnete
- Friedrich Merz (CDU)
- Lars Klingbeil (SPD)
Zahlen/Fakten?
- 166 von 208 Mitgliedern der Unionsfraktion im PKM
- Keine Erhöhung der Einkommens- und Erbschaftsteuer gefordert
- Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen ohne Mehrbelastungen für hohe Einkommen
Wie geht’s weiter?
- Forderung nach härterem Kurs gegenüber der SPD
- Ablehnung von Steuererhöhungen und Priorisierung von Ausgaben
- Notwendigkeit umfassender struktureller Reformen für wirtschaftliche Stabilität
- Wirtschaftsminister Tonne zieht Bilanz zu Investitionen in Niedersachsen - 20. Mai 2026
- Betrunkener greift Polizisten in Oberhausen an - 20. Mai 2026
- TK-Elevator-Beschäftigte protestieren gegen Fusion mit KONE - 20. Mai 2026
