Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sicherheitspolitik und transatlantische Beziehungen in Berlin
Berlin () – Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi, schließt eine Beteiligung deutscher Truppen an möglichen Sicherheitsgarantien für die Ukraine nicht aus. „Man darf jetzt nichts ausschließen, sonst würde man ja die Verhandlung verengen“, sagte der SPD-Politiker dem Magazin Politico.
Zugleich verwies Hakverdi auf die sicherheitspolitische Abhängigkeit Europas von den USA. „Gleichzeitig sind wir, Stichwort Ukraine, sicherheitspolitisch noch massiv abhängig von den USA. Und genau das ist das Dilemma, vor dem wir stehen“, sagte er. Europa müsse daher beides tun: „Wir müssen zusammenarbeiten, wo wir können. Und da, wo es wirklich gegeneinander geht, müssen wir es auch klar sagen.“
Mit Blick auf das transatlantische Verhältnis sagte Hakverdi, ein Bruch stehe zwar nicht unmittelbar bevor, die Spannungen hielten aber an. „Es gab diesen Stresstest ja schon vorher, und ich glaube, der Stress geht weiter“, sagte er mit Blick auf den erwarteten Auftritt von US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Grundsätzliche Konflikte würden dabei „ziemlich sicher“ thematisiert werden.
Hakverdi äußerte zugleich Zweifel, dass die USA auf einen konfrontativen Ton verzichten würden. Der Versuch, den Kulturkampf aus den Vereinigten Staaten nach Europa zu tragen, sei kein Ausreißer gewesen. „Ich glaube nicht, dass der amerikanische Auftritt ganz frei davon sein wird“, sagte er, verband dies aber mit der Hoffnung auf „ein paar inhaltliche Punkte zur Zusammenarbeit in der Nato“, die sachlicher ausfallen könnten.
Zur europäischen Reaktion auf den Kurs der USA sagte Hakverdi, Europa habe in mehreren Krisen geschlossen reagiert, zuletzt bei Grönland. Dort habe es eine „geschlossene Formation“ gegeben – über die EU hinaus auch mit Großbritannien und Kanada. Das sei „eine Zäsur“ gewesen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Metin Hakverdi (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Metin Hakverdi schließt deutsche Truppenbeteiligung an Sicherheitsgarantien für die Ukraine nicht aus.
- Europa ist sicherheitspolitisch massiv von den USA abhängig.
- Spannungen im transatlantischen Verhältnis halten an, bevorstehender US-Außenminister-Auftritt könnte Konflikte thematisieren.
Warum ist das wichtig?
- Mögliche deutsche Truppenbeteiligung kann Sicherheit für die Ukraine erhöhen.
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Wer ist betroffen?
- Deutschland
- USA
- Europa
Zahlen/Fakten?
- Möglichkeit deutscher Truppenbeteiligung an Sicherheitsgarantien für die Ukraine
- Sicherheitspolitische Abhängigkeit Europas von den USA
- Europa reagierte geschlossen auf Krisen, zuletzt bei Grönland
Wie geht’s weiter?
- Mögliche deutsche Truppenbeteiligung an Sicherheitsgarantien für die Ukraine prüfen
- Fortdauernde Spannungen im transatlantischen Verhältnis ansprechen
- Zusammenarbeit in der Nato fördern, trotz kultureller Unterschiede
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