Streit im EU-Parlament über Ausschuss-Reise in die Ukraine

17. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Streit im EU-Parlament über Ausschuss-Reise in die Ukraine

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Streit im EU-Parlament über Ukraine-Reise

Brüssel () – Im EU-Parlament gibt es Streit über eine geplante Reise des Verteidigungsausschusses in die . Wie der „Spiegel“ berichtet, gibt es aus Kreisen von Liberalen und Sozialdemokraten Vorwürfe, die konservative EVP-Fraktion würde darauf pochen, einen Abgeordneten der ESN-Fraktion mit in die Ukraine zu nehmen. Von den drei rechten Fraktionen im EU-Parlament gilt die ESN-Fraktion als radikalste. Ihr gehört auch die AfD an. Zur EVP-Fraktion wiederum gehören unter anderem CDU und CSU.

Zuletzt hatte die Ukraine bei einer Reise von EU-Abgeordneten vor Sicherheitsrisiken gewarnt, weil der AfD-Politiker Hans Neuhoff von der ESN-Fraktion mitreisen sollte. Mehrere sicherheitssensible Termine wurden deswegen vonseiten der Ukraine aus der Planung der Reise gestrichen. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, hatte deswegen die Reise neu geplant – ohne ESN-Abgeordneten.

Am Dienstag in der vergangenen Woche soll es bei einem Termin der Generalsekretäre der Fraktionen zu einem Konflikt dazu gekommen sein, wie der „Spiegel“ unter Berufung auf Kreise mehrerer Fraktionen berichtet. So hätten sich Sozialdemokraten, Grüne und Liberale für den neuen Plan ausgesprochen. Jedoch hätten sich die extrem rechten Fraktionen und die konservative EVP-Fraktion dagegen ausgesprochen. Auch als in dieser Woche das Thema erneut geklärt werden sollte, stellte sich die EVP auf Ebene von Mitarbeitern überraschend dagegen.

Aus der EVP-Fraktion heißt es zur Ukrainereise, man habe kein Problem damit, einen ESN-Abgeordneten nicht mit in die Ukraine zu nehmen. Jedoch müssten die Verfahrensregeln eingehalten werden, was nicht der Fall gewesen sei. Zudem müsse nicht unbedingt der AfD-Politiker Neuhoff die Reise antreten, sondern es könne ein anderer Abgeordneter aus der ESN-Fraktion mitreisen. Von den Liberalen heißt es hingegen, sämtliche rechtsnationalistische Abgeordnete der ESN-Fraktion seien ein reales Sicherheitsrisiko für die Ukraine. Die Argumente der EVP seien vorgeschoben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: EU-Parlament in Brüssel (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Streit im EU-Parlament über Reise des Verteidigungsausschusses in die Ukraine.
  • Vorwürfe gegen EVP-Fraktion, einen Abgeordneten der ESN-Fraktion mitnehmen zu wollen.
  • Ukraine warnte vor Sicherheitsrisiken, mehrere Termine aus Planung gestrichen.

Warum ist das wichtig?

  • Sicherheitsrisiken für die Ukraine bei Reiseplanung
  • Einfluss der politischen Fraktionen auf internationale Beziehungen
  • Kontroversen zeigen interne Spannungen im EU-Parlament

Wer ist betroffen?

  • Abgeordnete der ESN-Fraktion
  • Abgeordnete der EVP-Fraktion
  • Ukraine

Zahlen/Fakten?

  • ESN-Fraktion gilt als radikalste der drei rechten Fraktionen im EU-Parlament.
  • Hans Neuhoff sollte bei einer geplanten Reise nach Ukraine mitreisen.
  • Mehrere sicherheitssensible Termine wurden von der Ukraine gestrichen.

Wie geht’s weiter?

  • Klärung der Reiseplanung ohne ESN-Abgeordneten
  • Absprachen zwischen verschiedenen Fraktionen fortsetzen
  • Monitoring der Sicherheitslage in der Ukraine
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