Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
EU-Politik: Streit um Lieferkettengesetz in Brüssel
Brüssel () – Im EU-Parlament wird seit Tagen zwischen der Sozialdemokratischen Fraktion (S&D) und der konservativen Fraktion (EVP) um eine Abstimmung zur Vereinfachung des EU-Lieferkettengesetzes gerungen. Weil es zu keinem Ergebnis kam, will die EVP nun ihren eigenen Antrag zur Abstimmung stellen, der absehbar eine Mehrheit bekommt – mit den extrem rechten Fraktionen, zu denen etwa die AfD gehört.
„Wenn Friedrich Merz sein Brandmauer-Versprechen ernst meint, muss das auch fürs Europaparlament gelten“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Terry Reintke dem „Spiegel“. Merz müsse seinen Unionskollegen Manfred Weber davon abbringen, „gemeinsam mit der Fraktion von Orbán und Le Pen Gesetze gegen weltweite Kinderarbeit und Umweltschutz zu entkernen“. „Merz muss sicherstellen, dass seine deutschen Unionskollegen im Europaparlament bei diesem Brandmauer-Bruch der EVP nicht mitmachen“, so Reintke.
Nach Informationen des „Spiegel“ hatten bis zuletzt die Verhandler der beiden Fraktionen versucht, eine Einigung zu finden. Der SPD-EU-Abgeordnete René Repasi soll mehrere Vorschläge vorgelegt haben, die auch mit den Grünen und den Liberalen abgestimmt waren, jedoch bei der EVP auf Ablehnung stießen. Dabei soll die EVP immer wieder klargemacht haben, nötigenfalls mit den extrem rechten Fraktionen eine Mehrheit für die eigenen Vorschläge zu bekommen. „Es liegt in der Verantwortung der Union, dass die EVP ihren Erpressungsversuch aufgibt und wieder an den Verhandlungstisch zurückkehrt“, so Reintke.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Terry Reintke (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Im EU-Parlament gibt es Streit zwischen S&D und EVP um eine Abstimmung zum EU-Lieferkettengesetz.
- EVP plant, eigenen Antrag zur Abstimmung zu stellen, der durch extrem rechte Fraktionen unterstützt wird.
- Terry Reintke fordert Friedrich Merz auf, Einfluss auf die EVP zu nehmen, um eine Zusammenarbeit mit extrem rechten Fraktionen zu verhindern.
Warum ist das wichtig?
- Spannungen zwischen S&D und EVP könnten Gesetzgebungsprozesse beeinträchtigen
- Einfluss der extremen Rechten auf wichtige europäische Gesetze vermeiden
- Verantwortung der Union zur Wahrung von demokratischen Standards im Parlament
Wer ist betroffen?
- Sozialdemokratische Fraktion (S&D)
- konservative Fraktion (EVP)
- extrem rechte Fraktionen (z.B. AfD)
Zahlen/Fakten?
- EVP will eigenen Antrag zur Abstimmung stellen
- Zweck der Abstimmung: Vereinfachung des EU-Lieferkettengesetzes
- Verhandlungen zwischen S&D und EVP ohne Ergebnis
Wie geht’s weiter?
- EVP stellt eigenen Antrag zur Abstimmung
- Friedrich Merz soll Unionskollegen zu Abstimmung beeinflussen
- Verhandlungen zwischen S&D und EVP fortsetzen
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