Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
FDP-Diskussion über Parteivorsitz in Brüssel
Brüssel () – Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kann sich weiterhin vorstellen, gemeinsam mit ihrem Parteifreund Wolfgang Kubicki als Doppelspitze für den Parteivorsitz zu kandidieren. „Wir sind uns beide bewusst darüber, dass wir in dieser Lage viel Verantwortung tragen“, sagte sie dem „Spiegel“ am Dienstag. „Diese Teamarbeit wäre ein gutes Zeichen, über das wir uns nach der Wahl in Baden-Württemberg kurz telefonisch ausgetauscht haben.“
Kubicki sei wie sie „jemand, der sehr geradeaus ist, ebenfalls ein erfahrener Politiker ist, und kennen tut man uns beide“. Sie sprächen unterschiedliche Wählergruppen an, so die Europaabgeordnete, „gerade das wäre der Charme einer Zusammenarbeit“, so Strack-Zimmermann. „Es wird uns ja immer unterstellt, wir könnten uns nicht leiden und erst recht nicht zusammenarbeiten. Das ist Unsinn.“
Kubicki hatte am Montag, nachdem Strack-Zimmermann ihre Bereitschaft für den Vorsitz als Teil einer Doppelspitze angekündigt hatte, ihre entsprechende Offerte abgelehnt. „Ob er es sich noch mal anders überlegt oder am Ende allein oder mit jemand anderem antritt, weiß ich nicht“, sagte Strack-Zimmermann. „So oder so begegnen wir uns mit Respekt.“
Strack-Zimmermann könnte sich auch eine Doppelspitze mit FDP-Vize Henning Höne vorstellen. „Ich schätze ihn sehr“, sagte sie über den nordrhein-westfälischen Partei- und Fraktionschef. „Sie können ja nicht zwei Leute einfach nebeneinanderstellen und sagen, jetzt macht ihr mal, sondern es muss ein grundsätzliches Vertrauen da sein und ein Wille, zusammenzuarbeiten.“
Höne sei „relativ jung, aber bereits politisch sehr erfahren“, so Strack-Zimmermann. „Und es ist seine Generation, die langfristig für die Zukunft der FDP steht“, sagte sie weiter. „Gerade wegen des massiven Vertrauensverlusts, den wir als Partei erleben, würde das Zusammenarbeiten großen Sinn machen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Marie-Agnes Strack-Zimmermann denkt über gemeinsame Kandidatur mit Wolfgang Kubicki als Doppelspitze nach.
- Kubicki hat Strack-Zimmermanns Angebot zur gemeinsamen Kandidatur abgelehnt.
- Strack-Zimmermann schließt auch eine Doppelspitze mit Henning Höne nicht aus.
Warum ist das wichtig?
- Bedeutung einer starken Parteiführung für die FDP
- Teamarbeit signalisiert Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein
- Die Ansprache unterschiedlicher Wählergruppen erhöht die Chancen auf eine breitere Unterstützung
Wer ist betroffen?
- Marie-Agnes Strack-Zimmermann
- Wolfgang Kubicki
- Henning Höne
Zahlen/Fakten?
- Strack-Zimmermann und Kubicki könnten als Doppelspitze kandidieren
- Strack-Zimmermann betont Teamarbeit und unterschiedliche Wähleransprache
- Höne könnte ebenfalls Partner für eine Doppelspitze sein
Wie geht’s weiter?
- Strack-Zimmermann und Kubicki könnten als Doppelspitze antreten.
- Unklar, ob Kubicki seine Ablehnung von Strack-Zimmermanns Angebot überdenkt.
- Strack-Zimmermann zieht auch Zusammenarbeit mit Henning Höne in Betracht.
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