Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
FDP-Chefposten: Machtkampf in Berlin
Berlin () – Im sich anbahnenden Machtkampf um den FDP-Chefposten bekommt Wolfgang Kubicki aus dem Parteivorstand weitere Unterstützung – nachdem Noch-Parteichef Christian Dürr die eigene erneute Kandidatur zurückgezogen und sich hinter den 74-Jährigen gestellt hat.
„Als jüngstes Mitglied im Bundesvorstand unterstütze ich die Kandidatur von Wolfgang Kubicki“, sagte Marko Miholic, Bremens stellvertretender FDP-Chef, der . Kubicki präsentiere sich „als freier Mensch und strahlt authentisch ein Lebensgefühl der Freiheit auch im hohen Alter aus“. Kubicki sei zwar „nicht die langfristige Zukunft, aber aktuell der beste“, der der Partei eine Zukunft hinterlassen könne.
„Wolfgang Kubicki war bereits während meiner Zeit als Bundestagsabgeordneter ein geschätzter Freund und Kollege“, sagte Muhanad Al-Halak, der ebenfalls als Beisitzer im Vorstand sitzt, der . „Ich halte ihn in der aktuellen Lage der FDP für die richtige Persönlichkeit, um Orientierung zu geben und den notwendigen Wiederaufstieg der Partei aktiv zu gestalten.“
Unterstützung bekommt Kubicki auch aus dem Saarland: „Die FDP braucht an der Spitze jemanden mit scharfem Profil bei den Kernthemen, mit Mut, kontroverse Themen klar anzusprechen und Gegenwind auszuhalten“, sagte die Saar-Landesvorsitzende Angelika Hießerich-Peter. Als Bundesvorsitzende des Liberalen Mittelstands habe sie zudem die Erwartung, dass wirtschaftliche Vernunft und Freiheit im Sinne des Mittelstands und der KMU wieder stärker in den Fokus der Debatte gestellt würden – Kubicki sei derjenige, „der dieses Anforderungsprofil erfüllt“.
Mit Katja Hessel und Karl-Heinz Paqué kann Kubicki nach Informationen der zwei weitere Vorstandsmitglieder klar auf seiner Seite verbuchen.
Zurückhaltend bis unentschlossen reagierten dagegen die Vorstandsmitglieder Christopher Vogt, Landesvorsitzender der FDP Schleswig-Holstein, Steven Wink, derzeit noch Fraktionsvorsitzender der sich in Auflösung befindlichen FDP-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Finn Ole Ritter, Landesvorsitzender der FDP Hamburg, Helmer Krane, Mitglied der „Task Force Parteireform“, Thorsten Lieb, Chef der Hessen-FDP und Hans-Ulrich Rülke, Noch-Chef der FDP in Baden-Württemberg.
Für NRW-Landeschef Henning Höne, der auf dem FDP-Bundesparteitag Ende Mai ebenfalls als Parteichef kandidieren will, sprach sich öffentlich Marie-Agnes Strack-Zimmermann aus, ansonsten wollte sich für ihn auf dts-Anfrage aber zunächst niemand aus dem FDP-Vorstand positionieren.
Der Ex-Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle, mittlerweile als Rechtsanwalt tätig aber formal noch Beisitzer im FDP-Bundesvorstand, reagierte auf der Plattform LinkedIn immerhin zustimmend auf einen Kubicki-kritischen Kommentar: „Kubicki wird die Partei scharf rechtspopulistisch positionieren“, schrieb dort der Autor Dominik Höch. „Also quasi AfD ohne Nazi-Sprüche, aber mit der Behauptung der Genscher-Legacy der FDP. Was völlig durchschaubar Unsinn ist.“
Kuhle klickte unter dem Beitrag auf „Gefällt mir“, was wiederum dem Springer-Manager Ulf Poschardt auffiel: Kuhle sei damit bei „4,7 auf der nach oben offenen Wissingskala“, Kubicki dagegen „die letzte Chance auf eine Wiederauferstehung der FDP“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wolfgang Kubicki (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Christian Dürr zieht seine Kandidatur für den FDP-Chefposten zurück und unterstützt Wolfgang Kubicki.
- Unterstützung für Kubicki kommt von mehreren Vorstandsmitgliedern und Landesvorsitzenden.
- Einige Vorstandsmitglieder zeigen sich zurückhaltend oder unentschlossen gegenüber Kubickis Kandidatur.
Warum ist das wichtig?
- Unterstützung für Wolfgang Kubicki zeigt Einigkeit innerhalb der FDP und könnte zur Stabilität der Partei beitragen.
- Kubicki wird als erfahrener Politiker angesehen, der der FDP helfen kann, sich neu zu positionieren und wieder auf Kurs zu bringen.
- Diskussion über den Führungswechsel kann die öffentliche Wahrnehmung der FDP beeinflussen und ihre Zukunftschancen verbessern.
Wer ist betroffen?
- Wolfgang Kubicki
- Christian Dürr
- Marko Miholic
Zahlen/Fakten?
- Wolfgang Kubicki wird von Christian Dürr und weiteren Vorstandsmitgliedern unterstützt.
- Marko Miholic nennt Kubicki den aktuell besten Kandidaten für die Partei.
- Unterstützung auch von Angelika Hießerich-Peter, die wirtschaftliche Vernunft fordert.
Wie geht’s weiter?
- Kubicki erhält Unterstützung aus dem Parteivorstand für die Kandidatur
- Weitere Vorstandsmitglieder haben sich klar auf Kubickis Seite positioniert
- Einige Vorstandsmitglieder zeigen sich zurückhaltend oder unentschlossen
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