Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Strack-Zimmermanns Unerwartete Kandidatur in Berlin
Berlin () – FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre überraschende Gegenkandidatur gegen Wolfgang Kubicki beim FDP-Parteitag nach eigenen Angaben erst zwei Tage vor der Abstimmung beschlossen. Eigentlich habe sie gar nicht antreten wollen.
„Ich wollte das gar nicht, weil ich bin ausgelastet“, sagte die Europaabgeordnete am Montag in der ntv-Sendung „Pinar Atalay“ und verwies auf ihre Arbeit im Europäischen Parlament. Auslöser sei gewesen, dass der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Henning Höne, den sie unterstützt habe, auf eine Kandidatur gegen Kubicki verzichtet habe. Danach habe sie in der Partei eine wachsende Enttäuschung darüber wahrgenommen, „dass sie keine Wahl haben“. „So gab ein Gedanke den anderen und dann habe ich mich entschieden.“
Strack-Zimmermann sagte, sie habe die Entscheidung bewusst erst kurz vor dem Parteitag getroffen. Die innerparteiliche Entwicklung habe ihr das Gefühl gegeben, „ich sollte jetzt doch mal einsteigen“. Zuvor habe sie sogar eine einjährige Doppelspitze mit Kubicki ins Gespräch gebracht. „Lass uns das mal machen. Übergangsweise ein Jahr“, habe sie ihm vorgeschlagen. Kubicki habe dies jedoch abgelehnt.
Überrascht zeigte sich Strack-Zimmermann vor allem darüber, dass ihre Kandidatur bis zum Parteitag geheim blieb. Nach ihren Angaben waren „um die 50 Leute“ eingeweiht. „Ich war überrascht, dass es nicht vorher durchgesickert war“, sagte sie. Zugleich relativierte die Politikerin den Konflikt. Kubicki sei von ihrer Kandidatur zwar getroffen gewesen, „aber er ist robust“. Sie sei „ausgesprochen zuversichtlich“, dass beide weiter zusammenarbeiten würden. „Das möchte ich auch“, sagte Strack-Zimmermann. Die Kampfkandidatur habe gezeigt: „Da ist Demokratie.“ Viele Parteimitglieder hätten eine echte Wahl gewollt: „Ich habe im Grunde die aufgefangen, die eine Wahl wollten.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Marie-Agnes Strack-Zimmermann am 30.05.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Marie-Agnes Strack-Zimmermann kündigt unerwartete Gegenkandidatur gegen Wolfgang Kubicki an.
- Entscheidung traf sie erst zwei Tage vor dem FDP-Parteitag nach Rückzug des nordrhein-westfälischen FDP-Landeschefs.
- Strack-Zimmermann will innerparteiliche Enttäuschung über fehlende Wahlmöglichkeiten aufgreifen.
Warum ist das wichtig?
- Ausdruck innerparteilicher Demokratie und Wahlmöglichkeiten
- Signal an Mitglieder, dass auch alternative Kandidaturen möglich sind
- Stärkung des politischen Wettbewerbs innerhalb der FDP
Wer ist betroffen?
- Marie-Agnes Strack-Zimmermann
- Wolfgang Kubicki
- FDP-Parteimitglieder
Zahlen/Fakten?
- Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre Gegenkandidatur zwei Tage vor dem FDP-Parteitag beschlossen.
- Etwa 50 Personen waren über ihre Kandidatur informiert.
- Sie hatte ursprünglich eine einjährige Doppelspitze mit Wolfgang Kubicki ins Gespräch gebracht.
Wie geht’s weiter?
- Intensivierung der politischen Arbeit im Europäischen Parlament
- Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Wolfgang Kubicki
- Stärkung der innerparteilichen Demokratie und Mitgliederengagement
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