Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Außenpolitik: Kritische Stimmen aus Berlin
Berlin () – Die Parlamentarische Linke in der SPD-Bundestagsfraktion und der außenpolitische Sprecher der Fraktion haben die Bundesregierung zu einer Kurskorrektur in der Außenpolitik aufgefordert. Das berichtet der „Stern“.
Nach der gescheiterten Wahl Deutschlands in den UN-Sicherheitsrat verlangt der linke Flügel Konsequenzen. In einem Positionspapier heißt es, das Ergebnis verlange eine umfassende Aufarbeitung und eine selbstkritische Reflexion des eigenen außenpolitischen Kurses.
Der linke Fraktionsflügel fordert eine konsequente Anwendung des Völkerrechts ohne Doppelstandards. Er verwahrt sich gegen Kürzungen bei der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit und mahnt stattdessen eine verlässliche Finanzierung an. Doppelstandards, Kürzung und Rückzug seien keine Perspektive, heißt es.
Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, sagte dem „Stern“, die deutsche Außenpolitik befinde sich in einer Sackgasse. Bei den bisherigen Ukraine-Verhandlungen habe man nicht mit am Tisch gesessen, im Nahen und Mittleren Osten eskaliere die Lage zunehmend, während diplomatische Initiativen ohne deutsche Beteiligung stattfänden. Deutschlands Rolle bleibe häufig auf eine kommentierende und zahlende beschränkt, monierte Ahmetovic. Deshalb brauche es eine außenpolitische Kursanpassung.
Fast die Hälfte aller Mitgliedsstaaten habe Deutschland Anfang Juni die Stimme für einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verweigert, heißt es im Positionspapier der Parlamentarischen Linken in der SPD-Fraktion. Das sei Ausdruck eines tiefgreifenden Vertrauensverlustes und eine historische Niederlage, die nicht relativiert werden dürfe.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Adis Ahmetović (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Parlamentarische Linke in der SPD-Bundestagsfraktion fordert Kurskorrektur in der Außenpolitik.
- Nach gescheiterter Wahl in den UN-Sicherheitsrat wird umfassende Aufarbeitung und Selbstkritik verlangt.
- Deutschland wird als nicht ausreichend aktiv in internationalen Konflikten kritisiert.
Warum ist das wichtig?
- Notwendigkeit einer Kurskorrektur in der deutschen Außenpolitik
- Forderung nach konsequenter Anwendung des Völkerrechts und verlässlicher Finanzierung humanitärer Hilfe
- Ausdruck eines Vertrauensverlustes nach gescheiterter Wahl in den UN-Sicherheitsrat
Wer ist betroffen?
- Parlamentarische Linke in der SPD-Bundestagsfraktion
- Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
- Mitglieder der UN, die Deutschland die Stimme verweigert haben
Zahlen/Fakten?
- Fast die Hälfte aller Mitgliedsstaaten hat Deutschland die Stimme für einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat verweigert.
- Ausdruck eines tiefgreifenden Vertrauensverlustes.
- Historische Niederlage, die nicht relativiert werden dürfe.
Wie geht’s weiter?
- Aufarbeitung und selbstkritische Reflexion des außenpolitischen Kurses
- Konsequente Anwendung des Völkerrechts ohne Doppelstandards
- Verlässliche Finanzierung der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit
- GKV-Reform: Psychotherapeuten fürchten längere Wartezeiten - 9. Juli 2026
- Lang nennt geplante Attestpflicht ab Tag eins eine "Schnapsidee" - 9. Juli 2026
- Grüne rechnen mit Abzug von Bundeswehr-Schiffen aus Iran-Region - 9. Juli 2026
