Sicherheitspolitiker warnen vor iranischen Anschlägen

13. Juli 2026
1 min Lesezeit

Sicherheitspolitik in : -Warnungen

() – Sicherheitspolitiker von Union, SPD und Grünen warnen vor Anschlägen iranischer Netzwerke in Deutschland. Anlass ist die Veröffentlichung einer iranischen „Vergeltungsliste“ mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter sagte dem „Handelsblatt“, er gehe davon aus, dass das Terrorregime bereits seit geraumer Zeit gezielte Tötungen und Terroranschläge im Westen und auch in Deutschland plane und vorbereite. Das Risiko sei groß, dass iranische Dienste und ihre Netzwerke auch in Deutschland Anschläge verübten. Teheran greife dabei auf verbündete Strukturen zurück. Das Regime nutze Hisbollah-nahe oder andere schiitisch-extremistische Netzwerke, so Kiesewetter. Die Veröffentlichung der Liste sei ein gezielter Einschüchterungsversuch. Umso unverständlicher sei es, dass man iranische „Diplomaten“ nicht längst ausgewiesen habe, sondern eher auf Appeasement setze.

Auch Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz warnte vor einer neuen Qualität der Bedrohung. Eine solche Listung durch eine iranische Zeitung geschehe mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht ohne Billigung oder gar im direkten Auftrag des Mullah-Regimes, sagte er dem „Handelsblatt“. Das Risiko, dass iranische Nachrichtendienste bei Vergeltungsaktionen auf Stellvertreter in Deutschland zurückgriffen, sei äußerst real. Insbesondere Hisbollah-nahe Strukturen müssten stärker in den Blick genommen werden.

SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler sieht ebenfalls eine verschärfte Bedrohungslage. Als mögliche Akteure nannte er extremistische Strukturen, kriminelle Netzwerke und bezahlte Gewalttäter. Auch über das Internet angeworbene Personen kämen infrage. Die angeworbenen Personen würden dabei häufig ihre konkreten Auftraggeber und die Hintergründe nicht kennen, sagte Fiedler dem „Handelsblatt“. Entsprechend groß sei die Herausforderung für die Sicherheitsbehörden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizeiautos (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sicherheitspolitiker warnen vor iranischen Anschlägen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Sicherheitspolitiker von Union, SPD und Grünen warnen vor möglichen Anschlägen iranischer Netzwerke in Deutschland
  • Anlass ist die Veröffentlichung einer iranischen „Vergeltungsliste“ mit Bezug auf Bundeskanzler Friedrich Merz
  • Es wird befürchtet, dass iranische Dienste über verbündete Strukturen wie Hisbollah-nahe Netzwerke Vergeltungsaktionen planen und teils über angeworbene Personen umgesetzt werden könnten

Warum ist das wichtig?

  • Warnung vor Anschlägen iranischer Netzwerke in Deutschland aufgrund einer veröffentlichten „Vergeltungsliste“ und geplanter gezielter Tötungen
  • Risiko, dass iranische Dienste für Vergeltungsaktionen in Deutschland auf verbündete Hisbollah-nahe bzw. schiitisch-extremistische Strukturen zurückgreifen
  • Erhöhte Herausforderungen für Sicherheitsbehörden durch mögliche extremistische, kriminelle und über das Internet angeworbene Täter ohne Kenntnis ihrer Auftraggeber

Wer ist betroffen?

  • Sicherheitspolitiker von Union, SPD und Grünen in Deutschland
  • Iranische Netzwerke und Dienste mit Hisbollah-nahen oder anderen schiitisch-extremistischen Strukturen in Deutschland
  • Sicherheitsbehörden in Deutschland sowie deren Bevölkerung durch mögliche Anschläge

Zahlen/Fakten?

  • Warnung vor Anschlägen iranischer Netzwerke in Deutschland aufgrund einer veröffentlichten iranischen „Vergeltungsliste“ mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
  • Risiko: Iranische Dienste und Netzwerke könnten Anschläge in Deutschland verüben; Teheran nutze Hisbollah-nahe bzw. schiitisch-extremistische Netzwerke
  • Bedrohung: extremistische und kriminelle Netzwerke sowie bezahlte Gewalttäter, teils über das Internet angeworben

Wie geht’s weiter?

  • Sicherheitsbehörden sollen mit einer erhöhten Terrorgefahr durch iranische Dienste und verbündete Netzwerke in Deutschland rechnen
  • Hisbollah-nahe sowie andere schiitisch-extremistische Strukturen stärker in den Fokus nehmen
  • Herausforderung für die Sicherheitsbehörden steigt durch mögliche Stellvertäter, bezahlte Gewalttäter und über das Internet angeworbene Personen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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