Rentenexperte Börsch-Supan fordert Haltelinie nur für ärmere Hälfte

27. Juni 2026
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Rentenexperte Börsch-Supan fordert Haltelinie nur für ärmere Hälfte

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Rentenpolitik in Düsseldorf: Expertenmeinungen

() – Der Rentenexperte Axel Börsch-Supan fordert eine Beschränkung der geplanten Haltelinie für das Rentenniveau auf die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Die Haltelinie sei die größte Bedrohung der Lohnnebenkosten, da sie immens teuer sei, sagte der Wissenschaftler dem „Handelsblatt“.

Die von der Rentenkommission empfohlene Haltelinie von 48 Prozent solle nur für diejenigen gelten, die es wirklich nötig hätten, also für die weniger verdienende Hälfte der Bevölkerung. Besserverdiener bräuchten das nicht. Auf diese Weise könne man den Großteil der Kosten einsparen, die der Bund zu tragen hätte.

Kritisch sieht Börsch-Supan auch die von der Kommission empfohlene „Schwedenrente“, also die Kapitaldeckung im System der gesetzlichen Rentenversicherung: „Ich würde es besser finden, das über die Betriebsrenten zu organisieren: Da wissen wir, wie es funktioniert, es gibt Vorbilder in den Niederlanden, oder Großbritannien“, sagte der langjährige Max-Planck-Forscher, der neben der Bundesregierung auch Frankreich, die EU und die OECD berät. Zudem würde eine obligatorische Betriebsrente nur die Hälfte der Unternehmen zusätzlich belasten, weil die andere Hälfte schon heute Betriebsrenten zahle.

„In einem monopolistischen Staatsfonds hat der Staat als Aufsichtsrat letztlich das Sagen, wie investiert wird“, begründete Börsch-Supan seine Kritik. „In kleinen Ländern wie oder mit einer Tradition von Transparenz mag ein Staatsfonds gute Renditen bringen, aber ist groß, hat nicht gerade einen Ruf als sehr transparenzbewusst, und sollte daher auf Wettbewerb setzen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Rentenexperte fordert Beschränkung der Haltelinie auf ärmere Bevölkerungshälfte.
  • Haltelinie von 48 Prozent soll nur für weniger Verdienende gelten, um Kosten zu sparen.
  • Kritik an der "Schwedenrente", Vorschlag zur Nutzung von Betriebsrenten als bessere Lösung.

Warum ist das wichtig?

  • Beschränkung der Haltelinie auf ärmere Bevölkerung schützt vor hohen Lohnnebenkosten
  • Einsparung der Kosten für den Bund durch gezielte Unterstützung
  • Wettbewerb statt monopolistischer Staatsfonds für höhere Transparenz und Rendite in Deutschland

Wer ist betroffen?

  • ärmere Hälfte der Bevölkerung
  • besserverdienende Bevölkerung
  • Unternehmen, die Betriebsrenten zahlen

Zahlen/Fakten?

  • Haltelinie von 48 Prozent soll nur für ärmere Hälfte der Bevölkerung gelten
  • Obligatorische Betriebsrente würde nur die Hälfte der Unternehmen zusätzlich belasten
  • Staatsfonds könnten in Deutschland aufgrund mangelnder Transparenz problematisch sein

Wie geht’s weiter?

  • Haltelinie für Rentenniveau auf ärmere Bevölkerung beschränken
  • Betriebsrenten als bessere Lösung für Kapitaldeckung
  • Wettbewerb statt monopolistischer Staatsfonds fördern
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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