Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Rentenpolitik in Deutschland: Kritik aus München
München () – Axel Börsch-Supan, Leiter des Munich Center for the Economics of Aging, hat die Rentenpolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Union und SPD betrieben „Panikmache“, wenn sie behaupteten, es käme zu Rentenkürzungen, wenn ihr Reformpaket nicht beschlossen würde, sagte Börsch-Supan dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Selbst Leute wie Olaf Scholz behaupten wider besseres Wissen: Wenn das Rentenniveau sinkt, sinken auch die Renten. Das ist schlicht falsch“, so Börsch-Supan.
Der Ökonom, der bis 2020 Mitglied der damaligen Rentenkommission der Bundesregierung war, rechnet nicht mit einer großen Rentenreform im nächsten Jahr. „Ich habe mit Entsetzen gesehen, wie die letzte Rentenkommission gescheitert ist. Und auch jetzt ist niemand in der Bundesregierung kompromissbereit“, sagte Börsch-Supan. „Kanzler Merz sagt seiner jungen Gruppe: Wir kehren den Zug um – aber jetzt fahren wir erst mal Vollgas in die falsche Richtung. Und die SPD-Granden haben Angst vor ihren gewerkschaftlich orientierten Parteimitgliedern.“
Die absehbare finanzielle Schieflage des Rentensystems sei weniger der Demografie geschuldet, sondern hausgemacht, so Börsch-Supan. Anfang der 2010er sei das Rentensystem nachhaltig aufgestellt gewesen, danach sei es von der Politik „nach und nach kaputtgemacht“ worden.
Die von der aktuellen Regierung angestrebte Stabilisierung des Rentenniveaus hält Börsch-Supan für einen schweren Fehler. „Wir sind dabei, unser Fundament für die Finanzierung des Sozialstaats zu zerstören“, so der Ökonom. Wenn der Staat immer mehr für Soziales ausgebe, komme es zu Wohlstandsverlusten mit womöglich gefährlichen Folgen. „Bürger wenden sich von der Demokratie ab, nach dem Motto: Erst haben wir es mit dem Scholz versucht, dann mit dem Merz, das nächste Mal wählen wir die Weidel.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Axel Börsch-Supan kritisiert scharf die Rentenpolitik der Bundesregierung.
- Er sieht keine große Rentenreform im nächsten Jahr und hält die aktuelle Stabilisierung des Rentenniveaus für einen Fehler.
- Börsch-Supan warnt vor möglichen Wohlstandsverlusten und einem Vertrauensverlust in die Demokratie.
Warum ist das wichtig?
- Rentenpolitik wird als Panikmache kritisiert, was ein wichtiges gesellschaftliches Thema betrifft.
- Falsche Annahmen über Rentenkürzungen können das Vertrauen in das Rentensystem untergraben.
- Fehlende Kompromissbereitschaft bei Reformen gefährdet die Stabilität des Sozialstaats.
Wer ist betroffen?
- Bürger
- Rentner
- Mitglieder der Regierungsparteien
Zahlen/Fakten?
- Axel Börsch-Supan kritisiert Rentenpolitik der Bundesregierung.
- Börsch-Supan war bis 2020 Mitglied der Rentenkommission.
- Er rechnet nicht mit großer Rentenreform im nächsten Jahr.
Wie geht’s weiter?
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