Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitssystem in Bonn: Wartezeiten steigen
Bonn () – Der Bundesrechnungshof sieht trotz Mehrausgaben in Höhe von 2,9 Milliarden Euro keine Verbesserung bei den Wartezeiten auf Arzttermine. Er fordert daher die Abschaffung der Vergütungsregelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG).
„Krankenkassen zahlten bis Mitte des Jahres 2024 zusätzlich 2,9 Milliarden Euro, um ihren Versicherten einen besseren Zugang zur ärztlichen Versorgung zu gewähren. Einen solchen konnte die bisherige Evaluation aber nicht bestätigen“, heißt es im an den Haushaltsausschuss des Bundestags adressierten Bericht vom 5. Februar, über den POLITICO berichtet. Die Wartezeiten hätten sich stattdessen sogar durchschnittlich um eine Woche verlängert, schreibt der Bundesrechnungshof.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant laut des Berichts, das TSVG erst mit der Einführung des Primärarztsystems zu überprüfen. Das ist dem Bundesrechnungshof jedoch zu spät. Bis dahin würde weiterhin unnötig Geld ausgegeben. Ursprünglich sollten Patienten mit dem Gesetz aus dem Jahr 2019 schneller Arzttermine erhalten. Ärzte erhalten seitdem für eine Reihe von Terminen eine zusätzliche Vergütung. Die durchschnittliche Wartezeit für einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte stieg jedoch seit 2019 von 33 auf 42 Tage im Jahr 2024.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesrechnungshof berichtet über Mehrausgaben von 2,9 Milliarden Euro ohne Verbesserung der Wartezeiten auf Arzttermine.
- Durchschnittliche Wartezeit für Facharzttermine stieg von 33 auf 42 Tage seit 2019.
- Forderung nach Abschaffung der Vergütungsregelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG).
Warum ist das wichtig?
- Keine Verbesserung der Wartezeiten trotz hoher Ausgaben
- Notwendigkeit zur Überprüfung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes
- Ineffizienz in der Nutzung von finanziellen Mitteln der Krankenkassen
Wer ist betroffen?
- gesetzlich Versicherte
- Krankenkassen
- Ärzte
Zahlen/Fakten?
- Mehrausgaben von 2,9 Milliarden Euro bis Mitte 2024
- Wartezeit für Facharzttermine stieg von 33 auf 42 Tage seit 2019
- Durchschnittliche Wartezeiten verlängerten sich um eine Woche
Wie geht’s weiter?
- Abschaffung der Vergütungsregelungen des TSVG fordern
- Überprüfung des TSVG erst mit Einführung des Primärarztsystems planen
- Weitere Mehrausgaben trotz steigender Wartezeiten befürchten
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