Ramelow will Volksabstimmung über Wehr- und Zivildienst

5. August 2026
1 min Lesezeit

Politik in : Zivildienst und Wehrpflicht

Berlin () – Angesichts der Vorbereitungen der Bundesregierung für einen neuen Zivildienst hat sich Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) für eine Volksabstimmung ausgesprochen.

„Meine Position ist es, einen Bürgerrat zu bilden, um Vorschläge zu einem besseren Übergang von der Schule zur beruflichen Welt zu schaffen“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Über die Vorschläge sollten dann Volksabstimmungen durchgeführt werden, damit die Menschen entscheiden, statt durch die Hintertür nun wieder in alte Verhältnisse zurückzufallen.“

An den Plänen der Regierung übte Ramelow derweil Kritik. Erst kehre die Wehrpflicht durch die Hintertür zurück, nun plane die Regierung noch die Reaktivierung des Zivildienstes. Statt mit der alten Wehrpflicht zu brechen, solle die Kraft mobilisiert werden, in der Gesellschaft eine ehrliche und offene Debatte zu dem Thema zu führen, mahnte der Linken-Politiker.

Die Planungen der Bundesregierung zielten auf den Fall ab, dass die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt wird. In diesem Fall müsste auch ein Ersatzdienst für jene angeboten werden, die den Wehrdienst verweigern.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bodo Ramelow (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ramelow will Volksabstimmung über Wehr- und Zivildienst

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow fordert zur Einführung eines neuen Zivildienstes eine Volksabstimmung statt der geplanten Regierungsmaßnahmen
  • Er kritisiert, dass zunächst die Wehrpflicht „durch die Hintertür“ zurückkehren solle und anschließend eine Reaktivierung des Zivildienstes geplant werde
  • Die Bundesregierung plane Ersatzdienstangebote für Menschen, die den Wehrdienst verweigern, falls die allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt wird

Warum ist das wichtig?

  • Die geplante Reaktivierung eines Zivildienstes betrifft den Umgang mit Wehrpflicht und Ersatzdiensten bei Verweigerung
  • Ein Bürgerrat mit anschließenden Volksabstimmungen soll sicherstellen, dass die Bevölkerung mitentscheiden kann und nicht über Hintertüren Entscheidungen fallen
  • Eine offene Debatte soll verhindern, dass alte Verhältnisse beim Übergang zwischen Schule und Beruf bzw. bei den Dienstpflichten fortgeschrieben werden

Wer ist betroffen?

  • Bodo Ramelow (Linke)
  • Menschen, die den Wehrdienst verweigern

Zahlen/Fakten?

  • Bodo Ramelow fordert einen Bürgerrat mit Vorschlägen für einen besseren Übergang von der Schule zur beruflichen Welt
  • Über die Vorschläge sollen Volksabstimmungen durchgeführt werden
  • Bundesregierung plane die Reaktivierung des Zivildienstes als Ersatzdienst bei Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht

Wie geht’s weiter?

  • Ramelow spricht sich dafür aus, einen Bürgerrat zu bilden, der Vorschläge für einen besseren Übergang von der Schule ins Berufsleben erarbeitet
  • Über die Vorschläge sollen Volksabstimmungen entscheiden, damit die Menschen mitbestimmen
  • Er fordert eine ehrliche und offene gesellschaftliche Debatte statt der geplanten Rückkehr alter Verhältnisse durch Wehrpflicht und Zivildienst via Hintertür
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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