Opposition kritisiert Reformpläne für den Bundesnachrichtendienst

3. Februar 2026
1 min Lesezeit

Opposition kritisiert Reformpläne für den Bundesnachrichtendienst

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik in Berlin: Kontroversen um Geheimdienstreform

() – Der Plan von Kanzleramtsminister Thorsten Frei, mit einem neuen BND-Gesetz die Zuständigkeiten und Befugnisse des Auslandsgeheimdiensts deutlich auszuweiten, stößt bei der Opposition auf ein geteiltes Echo.

Konstantin von Notz (Grüne) kritisierte, dass weder für Reform des BND noch für die des Bundesamts für Verfassungsschutz ein Gesetzentwurf vorliege. „Weiterhin kocht jedes Ministerium sein eigenes Süppchen“, sagte von Notz dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe).

Zwar lobte er grundsätzlich die geplante Reform der Nachrichtendienste, doch die Regierung handle dabei zu langsam und intransparent. „Beim Recht der Nachrichtendienste gab es keinen Herbst der Reform, sondern es gibt einen gesetzgeberischen Stillstand im Winter“, sagte der Grünen-Politiker.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Clara Bünger, stellte sich gegen das Vorhaben. „Wer gleichzeitig Speicherfristen verlängern und Kontrollgremien reduzieren will, handelt fahrlässig und demokratieblind“, sagte Bünger. Sie warnte vor zu viel Tempo bei der BND-Reform, die Frei noch in diesem Jahr abschließen will. „Ein Gesetz, das den Dienst mächtiger macht und die Aufsicht schwächt, wird am Ende nicht mehr Sicherheit bringen, sondern weniger Demokratie.“

Wolfgang Kubicki (FDP), früherer Vizepräsident des Bundestages, hält die Pläne für verfassungswidrig. „Das Trennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten infrage zu stellen und dem BND zugleich zusätzliche Befugnisse im Inland einzuräumen, ist ein schwerer politischer Tabubruch und nach meiner Auffassung klar verfassungswidrig“, sagte der FDP-Vize. „Ganz praktisch betrachtet chaotisiert Frei mit seinen Vorstellungen, dem BND militärische oder polizeiliche Befugnisse einzuräumen, die deutsche Sicherheitsarchitektur, statt sie zu ordnen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesnachrichtendienst (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Kanzleramtsminister Thorsten Frei plant mit einem neuen BND-Gesetz eine Ausweitung der Zuständigkeiten des Auslandsgeheimdiensts.
  • Opposition äußert Bedenken, insbesondere zu fehlenden Gesetzentwürfen und der Geschwindigkeit sowie Transparenz der Reform.
  • Kritiker warnen vor verfassungswidrigen Befugniserweiterungen des BND und möglichen negativen Auswirkungen auf die Demokratie.

Warum ist das wichtig?

  • Erweiterung der Befugnisse des BND könnte demokratische Standards gefährden
  • Kritik an mangelnder Transparenz und Verzögerungen bei Reformen der Nachrichtendienste
  • Potenzielle verfassungsrechtliche Bedenken durch veränderte Zuständigkeiten zwischen Polizei und Nachrichtendiensten

Wer ist betroffen?

  • Opposition (Grüne, Linke, FDP)
  • Nachrichtendienste (BND, Bundesamt für Verfassungsschutz)
  • Parlamentarier und Politiker (Thorsten Frei, Konstantin von Notz, Clara Bünger, Wolfgang Kubicki)

Zahlen/Fakten?

  • Kanzleramtsminister Thorsten Frei plant neue BND-Gesetze zur Ausweitung der Befugnisse.
  • Opposition kritisiert fehlende Gesetzentwürfe für BND und Verfassungsschutz.
  • Pläne von Frei könnten als verfassungswidrig angesehen werden.

Wie geht’s weiter?

  • Opposition kritisiert fehlende Gesetzesentwürfe für BND- und Verfassungsschutz-Reformen
  • BND-Reform soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden
  • Bedenken bezüglich verfassungswidriger Erweiterungen der BND-Befugnisse
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