Ökonomen kritisieren AfD-Pläne für Autoindustrie scharf

26. Januar 2026
1 min Lesezeit

Ökonomen kritisieren AfD-Pläne für Autoindustrie scharf

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Perspektiven in Baden-Württemberg

() – Führende Ökonomen haben die wirtschaftspolitischen Vorschläge der AfD zur Stärkung der Autoindustrie in scharf kritisiert und vor schweren Folgen für den Standort gewarnt.

Die Pläne zur Landtagswahl am 8. März 2026 würden „enormen wirtschaftlichen Schaden für und insbesondere für die Menschen in Baden-Württemberg verursachen“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, dem „Handelsblatt“. Die Forderungen zeugten von „eklatanter Inkompetenz bei Fragen der Wirtschaftspolitik“.

Ähnlich äußerten sich der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, und die Wirtschaftsweise Veronika Grimm. Im Mittelpunkt der Kritik steht das von der AfD angekündigte „Buy-BW“-Programm, wonach öffentliche Stellen Fahrzeuge ausschließlich aus baden-württembergischer Produktion kaufen sollen.

Ein solcher Protektionismus würde „der offenen deutschen Volkswirtschaft am meisten schaden“, warnte Fratzscher. Der Ansatz widerspreche grundlegenden Prinzipien des europäischen Binnenmarkts und würde „einen Handelskonflikt in Europa vom Zaun brechen“ und zugleich „die Stellung Europas gegenüber den USA und Donald Trump weiter schwächen“.

„Buy-BW-Klauseln sind weder zielführend noch umsetzbar“, sagte Grimm dem „Handelsblatt“. Um traditionelle Industrien zu sichern, brauche es vor allem technologischen Fortschritt. Dafür müsse Regulierung angepasst werden, etwa beim Datenschutz, bei Künstlicher Intelligenz, Gentechnik oder der Nukleartechnik.

Fuest verwies auf erhebliche rechtliche Hürden. Die „Buy-BW“-Idee stehe „mit allen möglichen rechtlichen Regelungen in Konflikt“, die ein Bundesland nicht ändern könne. Baden-Württemberg habe als stark exportorientierte Region ein besonderes Interesse an offenen Märkten. „Wenn die anderen auch nur noch selbst produzierte Dinge kaufen würden, wäre Baden-Württemberg der größte Verlierer“, sagte Fuest. Zudem hätten staatliche Fahrzeugkäufe kaum wirtschaftliches Gewicht.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Autoproduktion (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ökonomen kritisieren AfD-Pläne zur Stärkung der Autoindustrie in Baden-Württemberg scharf.
  • "Buy-BW"-Programm könnte ernsthaften wirtschaftlichen Schaden verursachen und widerspricht Prinzipien des europäischen Binnenmarkts.
  • Forderungen erfordern technologischen Fortschritt und stehen im Konflikt mit rechtlichen Regelungen.

Warum ist das wichtig?

  • Warnung vor erheblichem wirtschaftlichem Schaden für Deutschland und Baden-Württemberg
  • Kritik an protektionistischen Ansätzen, die grundlegende Prinzipien des europäischen Binnenmarkts verletzen
  • Notwendigkeit technologischen Fortschritts statt nationaler Abschottung zur Sicherung der Industrie

Wer ist betroffen?

  • Menschen in Baden-Württemberg
  • Wirtschaftswissenschaftler und Ökonomen
  • öffentliche Stellen in Deutschland

Zahlen/Fakten?

  • Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März 2026
  • Kritik an "Buy-BW"-Programm von führenden Ökonomen
  • Warnung vor wirtschaftlichem Schaden für Deutschland und Baden-Württemberg

Wie geht’s weiter?

  • Kritik an AfD-Vorschlägen zur Autoindustrie wird intensiver werden
  • Diskussion um notwendige Technologien und Anpassungen in der Regulierung wird zunehmen
  • Rechtsfragen zu "Buy-BW"-Programm werden herausfordernd bleiben
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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