Ökonom: Merz muss bei Xi unfaire Handelspraktiken adressieren

25. Februar 2026
1 min Lesezeit

Ökonom: Merz muss bei Xi unfaire Handelspraktiken adressieren

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftsdialog zwischen Deutschland und China

() – Ökonom Michael Hüther hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor dessen Gesprächen mit der chinesischen Führung zu klaren Ansagen aufgerufen. „Er sollte adressieren, dass unfaire Handelspraktiken keinen langen Atem haben, sondern Gegenmaßnahmen provozieren. Das muss man den Chinesen sehr deutlich machen“, sagte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochsausgabe).

„Friedrich Merz sollte sich in Peking nicht ins Bockshorn jagen lassen, was er vermutlich auch nicht tut.“ Merz trifft am Mittwoch zunächst den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang, bevor er von Staatspräsident Xi Jinping zu einem Vieraugengespräch empfangen wird.

„Herr Merz kann in Peking ein selbstbewusstes Gespräch auf Augenhöhe führen“, so Hüther. „ und sind die beiden großen Gewinner der Globalisierungsphase seit den 80er/90er Jahren. Und beide Länder stehen jetzt vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Gemeinsam geht das besser.“ Auf chinesischer Seite nannte der IW-Direktor „die dramatische Alterung der Gesellschaft, die Fehlallokation von Kapital, die Probleme im Immobiliensektor“ sowie „eine Überproduktionskrise“ vor allem bei E-Autos.

Zugleich trat der Wirtschaftswissenschaftler wachsenden Befürchtungen entgegen, China werde Europa technologisch abhängen. „Kann ein Land bei allen Produkten komparative Vorteile – wie wir Ökonomen sagen – haben? Das ist quasi ausgeschlossen“, so Hüther. Begründet wäre die Sorge allenfalls, wenn hierzulande die Forschungsintensität nicht vorangetrieben würde. „Worauf es ankommt: Dass wir lernen, aus den Erkenntnissen der Universitäten mehr Wertschöpfung zu kreieren. Zum Beispiel durch Ausgründungen. Wenn wir da besser werden, und das können wir, müssen wir nicht befürchten, von China überrollt zu werden.“ Zumal Deutschland und Europa womöglich davon profitieren könnten, dass die Wissenschaftsfreiheit in den USA bedroht sei.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Xi Jinping (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ökonom Michael Hüther fordert klare Ansagen von Friedrich Merz gegenüber der chinesischen Führung.
  • Merz trifft den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang und Staatspräsidenten Xi Jinping.
  • Hüther betont die gemeinsamen Herausforderungen Deutschlands und Chinas in der Globalisierung.

Warum ist das wichtig?

  • Wichtigkeit klarer Ansagen zu ungleichen Handelspraktiken
  • Förderung eines selbstbewussten Dialogs auf Augenhöhe zwischen Deutschland und China
  • Bedeutung der Forschungsintensität zur Sicherstellung von Wettbewerbsfähigkeit

Wer ist betroffen?

  • Friedrich Merz (CDU)
  • Chinesische Führung
  • Deutschland und China

Zahlen/Fakten?

  • Friedrich Merz trifft am Mittwoch den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang und Staatspräsidenten Xi Jinping.
  • Wachsende Befürchtungen, dass China Europa technologisch abhängt, seien unbegründet.
  • Deutschland und China sind große Gewinner der Globalisierungsphase seit den 80er/90er Jahren.

Wie geht’s weiter?

  • Friedrich Merz sollte klare Ansagen zu unlauteren Handelspraktiken machen.
  • Selbstbewusste Gespräche auf Augenhöhe mit den chinesischen Führungspersonen führen.
  • Forschungsintensität in Deutschland erhöhen, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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