Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Einfluss Chinas auf den Handel
Berlin () – Grünen-Chefin Franziska Brantner fordert mehr Einsatz von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) gegen unfaire chinesische Handelspraktiken.
„Europa ist mit seinen 450 Millionen Menschen relevant für China. Der amerikanische Markt ist zu für sie, der europäische noch nicht – knüpfen wir das doch mal an Bedingungen“, sagte Brantner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). „Unsere Botschaft an Peking muss lauten: Wenn eure Märkte für uns zu sind, dann sind auch unsere für euch zu.“
Außerdem dürften chinesische Billigprodukte, die nicht europäischen Standards entsprächen, hier nicht verkauft werden. „Ich erwarte von Lars Klingbeil, dass er in China klare Worte dazu findet“, sagte die grüne Co-Parteichefin weiter.
Klingbeil ist in dieser Woche zu Gesprächen in der chinesischen Hauptstadt Peking. Er ist der erste Minister dieser Bundesregierung, der das Land besucht. Brantner mahnt den SPD-Politiker und den Rest der schwarz-roten Koalition, deutsche und europäische Unternehmen im Wettbewerb mit chinesischen Konkurrenten mehr zu unterstützen. „Temu und Shein sind eine echte Bedrohung für unseren Einzelhandel“, sagte sie den Funke-Zeitungen.
Dass Klingbeil in Brüssel verhandelt habe, dass Zölle auch bei Paketen unter 150 Euro gelten sollen, sei „schön und gut“, führte sie aus. „Aber das soll erst ab 2028 gelten. Bis dahin ist der Einzelhandel platt.“ Die Regierung müsse sich „hinter unsere Unternehmen“ stellen. „Sonst haben die keine Chance“, glaubt Brantner. „Gegen Dumping kommt man nicht an.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Markt in Peking (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Grünen-Chefin Franziska Brantner fordert von Vizekanzler Klingbeil stärkeren Einsatz gegen chinesische Handelspraktiken.
- Brantner verlangt, dass chinesische Billigprodukte, die nicht europäischen Standards entsprechen, nicht verkauft werden dürfen.
- Klingbeil ist derzeit in Peking und wird als erster Minister dieser Bundesregierung dort erwartet.
Warum ist das wichtig?
- Wichtigkeit einer starken europäischen Position gegenüber China
- Schutz europäischer Unternehmen vor unfairen Handelspraktiken
- Notwendigkeit zeitnaher Maßnahmen gegen den Wettbewerb durch chinesische Billigprodukte
Wer ist betroffen?
- Europäische Unternehmen
- Chinesische Billigprodukte
- Einzelhändler in Deutschland
Zahlen/Fakten?
- 450 Millionen Menschen leben in Europa
- Klingbeil ist der erste Minister der Bundesregierung, der Peking besucht
- Ab 2028 sollen Zölle auch bei Paketen unter 150 Euro gelten
Wie geht’s weiter?
- Vizekanzler Lars Klingbeil soll klare Worte zu unfairem Handel in China finden
- Unterstützung für deutsche und europäische Unternehmen im Wettbewerb mit China verstärken
- Regierung muss schnellere Maßnahmen gegen Billigprodukte und Dumping ergreifen
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