Nur 25 Prozent Rücklauf von Bundeswehr-Fragebogen

24. Februar 2026
1 min Lesezeit

Nur 25 Prozent Rücklauf von Bundeswehr-Fragebogen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wehrdienst in Deutschland: Neues System und Rücklaufquoten

() – Der Anteil der jungen Männer und Frauen, die seit dem 1. Januar auf den Fragebogen der Bundeswehr zum neuen Wehrdienst geantwortet haben, liegt bisher bei rund 25 Prozent.

Dabei sind die Quoten unter den Geschlechtern allerdings extrem unterschiedlich, schreibt das „Redaktionsnetzwerk “ in seinen Dienstagausgaben unter Berufung auf „Koalitionskreise“. Für Frauen ist die Antwort freiwillig – Männern drohen dagegen Strafen.

Demnach soll der Rücklauf bei Männern zuletzt bei etwa 50 Prozent gelegen haben – und bei Frauen bei lediglich 6 Prozent. Wie hoch der Anteil derer ist, die zu einem Dienst in der Bundeswehr bereit wären, geht aus den Zahlen nicht hervor. Die Frist, in der männliche 18-Jährige antworten müssen, beträgt vier Wochen. Das Verteidigungsministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Im Jahr 2008 wurden knapp 700.000 Kinder geboren – Sie bekommen, sobald sie volljährig sind, einen QR-Code zugeschickt, mit Hilfe dessen sie auf einen Bogen mit Fragen zu ihrer Eignung und Bereitschaft, bei der Bundeswehr zu dienen, zugreifen können. Wer geeignet erscheint und bereit ist, wird zur Musterung geladen.

Ab 2027 sollen alle jungen Männer gemustert werden. Der neue Wehrdienst ist zunächst freiwillig. Ziel des Gesetzes ist es, die Zahl der aktiven Soldaten von heute zirka 184.000 bis 2035 auf 255.000 bis 270.000 zu erhöhen. Gelingt es nicht, genügend Freiwillige zu gewinnen, behält sich die schwarz-rote Koalition die Wiedereinführung der Wehrpflicht vor.

Anfang Februar sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), dass rund 40.000 Fragebögen verschickt worden seien. Zwar ließen sich wohl erst in zwei, drei Monaten Rückschlüsse auf die Bereitschaft junger Männer und Frauen zu einem Dienst in der Bundeswehr ziehen. Er sei dennoch zuversichtlich, auch künftig auf eine allgemeine Wehrpflicht verzichten zu können. Viele Experten und Verteidigungspolitiker in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bezweifeln das.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anti-Wehrdienst-Demo (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Rund 25 Prozent der jungen Männer und Frauen haben auf den Wehrdienstfragebogen geantwortet.
  • Rücklaufquote bei Männern liegt bei etwa 50 Prozent, bei Frauen nur bei 6 Prozent.
  • Ab 2027 sollen alle jungen Männer gemustert werden, Ziel ist eine Erhöhung der aktiven Soldaten auf bis zu 270.000.

Warum ist das wichtig?

  • Unterschiede bei der Rücklaufquote zwischen Männern und Frauen könnten zukünftige Rekrutierungsstrategien beeinflussen.
  • Potenzielle Wiedereinführung der Wehrpflicht, falls nicht genügend Freiwillige gewonnen werden.
  • Ziel, die Anzahl aktiver Soldaten erheblich zu steigern, ist von der Bereitschaft junger Menschen abhängig.

Wer ist betroffen?

  • männliche 18-Jährige
  • junge Frauen
  • zukünftige Bundeswehrsoldaten

Zahlen/Fakten?

  • Rund 25 Prozent der jungen Männer und Frauen haben auf den Fragebogen der Bundeswehr geantwortet.
  • Rücklaufquote bei Männern liegt bei etwa 50 Prozent, bei Frauen bei lediglich 6 Prozent.
  • Ziel des Gesetzes ist es, die Zahl der aktiven Soldaten bis 2035 auf 255.000 bis 270.000 zu erhöhen.

Wie geht’s weiter?

  • Rücklauf bei männlichen 18-Jährigen wird weiterhin beobachtet, Frist beträgt vier Wochen.
  • Vermehrte Analyse der Bereitschaft junger Menschen zum Dienst in der Bundeswehr.
  • Koalition erwägt Wiedereinführung der Wehrpflicht, falls nicht genügend Freiwillige gewonnen werden.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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