Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sozialpolitik in Berlin: Bürgergeld-Reform im Fokus
Berlin () – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sieht die zum März geplante Ablösung des Bürgergeldes durch die neue Grundsicherung nur als ersten Schritt zu weiteren Reformen. „Das reicht nicht. Es müssen weitere Gesetze folgen“, sagte Linnemann der „Bild am Sonntag“.
Besonders die Zuverdienstregeln will Linnemann radikal umbauen, um ein Ausnutzen des Systems zu verhindern: „Es gibt Menschen, die hier fünf bis zehn Stunden arbeiten und mit Bürgergeld aufstocken. So entsteht ein System, in dem legal Sozialleistungen abgegriffen werden. Damit muss Schluss sein.“ Sein konkreter Gegenvorschlag: „Wer nur wenige Stunden arbeitet, dem wird das Einkommen vollständig auf das Bürgergeld angerechnet. Erst wer mehr arbeitet, soll mehr behalten. Heute darf man die ersten 100 Euro behalten, danach werden 80 Prozent angerechnet – das setzt Anreize, wenig zu arbeiten. Das müssen wir umdrehen.“
Zugleich erteilte Linnemann den Forderungen der SPD nach neuen Sozialabgaben auf Miet- und Kapitaleinkünfte eine klare Absage. „An diesem Vorschlag sieht man, dass wir unterschiedlich denken“, so Linnemann. „In der Sache ist die Forderung falsch, weil zwei Drittel der Menschen privat fürs Alter vorsorgen, darauf Soli und Abgeltungssteuer zahlen und damit für die Rente planen. Wenn man dann auch noch Kapitalerträge verbeitragt, nimmt man Planungssicherheit und schafft Politikverdrossenheit, nicht Vertrauen.“ Statt neuer Abgaben müsse die Politik die Sozialbeiträge perspektivisch wieder Richtung 40 Prozent drücken, um das System stabil zu halten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Passanten an einem Bürgergeld-Infostand (Archiv) |
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Carsten Linnemann sieht die geplante Ablösung des Bürgergeldes als ersten Schritt und fordert weitere Reformen.
- Er möchte die Zuverdienstregeln radikal umbauen, um Missbrauch zu verhindern.
- Linnemann lehnt neue Sozialabgaben auf Miet- und Kapitaleinkünfte ab und fordert niedrigere Sozialbeiträge.
Warum ist das wichtig?
- Reformen der Grundsicherung sind notwendig für ein faires Sozialsystem
- Umgestaltung der Zuverdienstregeln soll Anreize zur Arbeitsaufnahme schaffen
- Abkehr von neuen Sozialabgaben fördert Planungssicherheit und Vertrauen in das System
Wer ist betroffen?
- Menschen, die Bürgergeld beziehen
- Personen, die geringfügig beschäftigt sind
- zukünftige Leistungsempfänger der neuen Grundsicherung
Zahlen/Fakten?
- Ablösung des Bürgergeldes durch neue Grundsicherung geplant für März
- 100 Euro dürfen derzeit behalten werden, danach 80 Prozent Anrechnung
- Ziel: Sozialbeiträge perspektivisch wieder Richtung 40 Prozent drücken
Wie geht’s weiter?
- Weitere Reformen des Bürgergeldes sind geplant.
- Zuverdienstregeln sollen radikal geändert werden.
- Keine neuen Sozialabgaben auf Miet- und Kapitaleinkünfte.
- Steuereinnahmen im Februar gestiegen - 20. März 2026
- EU-Rat fordert Stopp der Angriffe auf Energieanlagen in Nahost - 19. März 2026
- KORREKTUR: Freiburg im Europa-League-Viertelfinale - 19. März 2026
