EU-Innenpolitik: Ceuta und Migration
Düsseldorf () – Vor der Sondersitzung der EU-Innenminister zur Ankunft Zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta hat Linken-Chef Luigi Pantisano die europäischen Staaten zur Solidarität mit Spanien aufgerufen.
„Die Attacken innerhalb der EU gegen Spanien finde ich verantwortungslos“, sagte Pantisano der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Er wünsche sich, dass die EU-Innenminister und insgesamt die europäischen Staatschefs einen konstruktiven Weg aufzeigen, und sich nicht so wie der Kanzler an die Seite von Meloni und den Ultrarechten stellen. „Wir müssen als EU gemeinsam Fluchtursachen bekämpfen“, sagte er. Das sei viel wichtiger und effektiver, als nun Grenzen weiter hochzuziehen.
Dafür sei es unter anderem notwendig, „kriegerische Auseinandersetzungen auf der Welt zu beenden“, erklärte der Linken-Chef weiter. Sie würden Menschen zur Flucht zwingen. „Zweitens ist da die Klimakatastrophe, die auf dem afrikanischen Kontinent dazu führt, dass Gebiete nicht mehr bewohnbar sind und Menschen nach Norden ziehen müssen, um zu überleben“, mahnte Pantisano. Außerdem brauche es „eine Politik an den Grenzen, die dazu führt, dass Menschen nicht mehr im Mittelmeer sterben“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Luigi Pantisano (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Linken-Chef Luigi Pantisano rief die EU-Staaten zur Solidarität mit Spanien auf, nachdem Zehntausende Migranten in der spanischen Exklave Ceuta angekommen waren
- Er kritisierte Angriffe gegen Spanien und forderte einen konstruktiven Weg, bei dem die EU Fluchtursachen bekämpft statt Grenzen weiter hochzuziehen
- Pantisano verlangte das Beenden kriegerischer Auseinandersetzungen, den Umgang mit der Klimakrise und eine Grenzpolitik, die verhindern soll, dass Menschen im Mittelmeer sterben
Warum ist das wichtig?
- Solidarität mit Spanien statt Angriffe innerhalb der EU zeigt gemeinsamen Umgang mit der Migrationslage
- Fluchtursachen bekämpfen statt Grenzen weiter hochzuziehen macht Lösungen nachhaltiger und effektiver
- Beendigung kriegerischer Auseinandersetzungen, Bekämpfung der Klimakatastrophe und sicherere Grenz- bzw. Seenotpolitik verringern Todesfälle und Fluchtzwang
Wer ist betroffen?
- EU-Staaten, insbesondere Spanien
- EU-Innenminister und europäische Staatschefs
- Menschen, die durch Fluchtursachen wie Kriege oder Klimafolgen nach Norden ziehen müssen
Zahlen/Fakten?
- Zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta
- Kriegerische Auseinandersetzungen auf der Welt beenden
- Klimakatastrophe auf dem afrikanischen Kontinent führt dazu, dass Gebiete nicht mehr bewohnbar sind und Menschen nach Norden ziehen müssen
Wie geht’s weiter?
- Die EU-Innenminister und europäischen Staatschefs sollen einen konstruktiven Weg aufzeigen statt sich an die Seite von Meloni und Ultrarechten zu stellen
- Gemeinsam Fluchtursachen bekämpfen, vor allem kriegerische Auseinandersetzungen beenden und die Klimakatastrophe adressieren
- Eine Grenzpolitik fordern, die verhindert, dass Menschen im Mittelmeer sterben
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