Hausärzteverband kritisiert Gesundheitsministerin scharf

16. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik: Kritik an Gesundheitsversorgung in

Berlin () – Die Vorsitzende des Hausärzteverbands, Nicola Buhlinger-Göpfarth, hat Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) scharf kritisiert. Die Ministerin zeige „überhaupt kein Interesse an der hausärztlichen Versorgung“, sagte Buhlinger-Göpfarth dem „Spiegel“. Während die Regierung ständig überlege, „was man noch für die Kliniken, die Pharmaindustrie oder auch die Krankenkassen tun könnte“, seien die Praxen „der blinde Fleck der Gesundheitspolitik“.

Bei Hausärzten sei so getan worden, als wären die Kürzungen unvermeidbar, „während der Pharmaindustrie und den Kliniken bis zuletzt der rote Teppich ausgerollt wurde“. Man sei aber nicht der „Kostentreiber“ des Systems.

Mit dem kürzlich beschlossenen Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung soll die Vergütung in Arztpraxen stärker begrenzt werden. Bestimmte Leistungen sollen nicht mehr oder nur bis zu einer bestimmten Grenze bezahlt werden.

„Unsere Praxen kommen immer nur dann vor, wenn es darum geht, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen“, sagte Buhlinger-Göpfarth. Das ziehe sich wie ein roter Faden durch diese Legislaturperiode – von der Notfallversorgung über die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung bis zum Primärversorgungssystem. „Wenn die Ministerin glaubt, dass man die hausärztlichen Praxen ignorieren kann, und man sie nur anruft, wenn es wieder kostenfreie Arbeit zu verteilen gibt, dann ist sie auf dem Holzweg“, sagte die Verbandschefin.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nicola Buhlinger-Göpfarth (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hausärzteverband kritisiert Gesundheitsministerin scharf

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Nicola Buhlinger-Göpfarth kritisiert Gesundheitsministerin Nina Warken scharf und wirft ihr mangelndes Interesse an der hausärztlichen Versorgung vor
  • Sie sagt, das Sparpaket zur gesetzlichen Krankenversicherung begrenze die Vergütung in Arztpraxen stärker und bestimmte Leistungen würden künftig nicht mehr oder nur bis zu einer Grenze bezahlt
  • Buhlinger-Göpfarth wirft der Regierung vor, Hausärzte nur dann zu berücksichtigen, wenn zusätzliche Aufgaben übernommen werden sollen, während Kliniken und Pharmaindustrie stärker begünstigt worden seien

Warum ist das wichtig?

  • Hausärzte werden laut Kritik zu stark benachteiligt, obwohl sie für die medizinische Versorgung zentral sind
  • Das Sparpaket begrenzt die Vergütung in Arztpraxen stärker, was die Arbeitsfähigkeit und Versorgung beeinträchtigen kann
  • Zusätzliche Aufgaben würden den Praxen aufgebürdet, während Kliniken und Pharmaindustrie offenbar bevorzugt behandelt werden

Wer ist betroffen?

  • Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU)
  • Hausärztinnen und Hausärzte
  • Hausärzteverband und dessen Vorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth

Zahlen/Fakten?

  • Gesetzliches Sparpaket für die Krankenversicherung: Vergütung in Arztpraxen soll stärker begrenzt werden, bestimmte Leistungen sollen nicht mehr oder nur bis zu einer bestimmten Grenze bezahlt werden
  • Kritik: Hausärzte würden „überhaupt kein Interesse“ an der hausärztlichen Versorgung vorgeworfen; Praxen seien der „blinde Fleck der Gesundheitspolitik“
  • Genannte Beispiele: Notfallversorgung, Abschaffung der telefonischen Krankschreibung, Primärversorgungssystem

Wie geht’s weiter?

  • Vergütung in Arztpraxen soll im Rahmen des Sparpakets für die gesetzliche Krankenversicherung stärker begrenzt werden
  • Weitere zusätzliche Aufgaben für Hausärzte sollen kommen, während die Versorgung politisch vernachlässigt wird
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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