Hausärzte warnen vor Zweckentfremdung der Tabaksteuer

14. April 2026
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Hausärzte warnen vor Zweckentfremdung der Tabaksteuer

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitspolitik in Berlin: Tabaksteuererhöhung

() – Die Hausärzte unterstützen die von der Bundesregierung noch für dieses Jahr geplante Erhöhung der Tabaksteuer, fordern aber eine klare Zweckbindung der Einnahmen für das Gesundheitssystem.

Zwar sei es „richtig und sinnvoll, die Tabaksteuer signifikant zu erhöhen“, sagte die Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, der „Rheinischen Post“ (Dienstag). „Vollkommen verkehrt wäre es aber, die dadurch eingenommenen Gelder nicht direkt in die Gesundheitsversorgung der Betroffenen zurückzuinvestieren, sondern noch vor der Einführung für vollkommen andere Bereiche zu verplanen“, ergänzte sie.

Sie sei „klar gegen eine solche Zweckentfremdung der Einnahmen ohne direkte Stärkung der medizinischen Versorgung“, so die Verbandschefin. Buhlinger-Göpfarth sagte, die gesundheitlichen Schäden des Rauchens würden nicht nur für das Individuum, sondern auch für das Gesundheitssystem eine enorme Belastung darstellen. „Entsprechend ist es nur logisch, wenn die Einnahmen einer erhöhten Tabaksteuer dorthin fließen, wo Rauchentwöhnung und die Versorgung der Erkrankten stattfindet – in unser Gesundheitssystem und ganz konkret in Präventions- und Behandlungsangebote für Risikogruppen“, sagte sie.

Die schwarz-rote Koalition von Union und SPD hatte sich darauf verständigt, die Tabaksteuer noch in diesem Jahr zu erhöhen. Mit den Mehreinnahmen sollen einem Beschlusspapier zufolge Mindereinnahmen kompensiert werden, die dem Staat durch eine geplante steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro für Arbeitnehmer entstehen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Raucherin (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Hausärzte unterstützen geplante Erhöhung der Tabaksteuer.
  • Einnahmen sollen direkt in das Gesundheitssystem fließen.
  • Kritik an Zweckentfremdung der Gelder für andere Bereiche.

Warum ist das wichtig?

  • Unterstützung der Tabaksteuererhöhung zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung
  • Zweckbindung der Einnahmen für Prävention und Behandlung von Rauchern erforderlich
  • Entlastungen durch Prämien dürfen nicht zulasten des Gesundheitssystems gehen

Wer ist betroffen?

  • Hausärzte
  • Raucher
  • Gesundheitssystem

Zahlen/Fakten?

  • Unterstützung der geplanten Erhöhung der Tabaksteuer durch Hausärzte
  • Forderung nach Zweckbindung der Einnahmen für das Gesundheitssystem
  • Kompensation von Mindereinnahmen durch eine steuerfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro für Arbeitnehmer

Wie geht’s weiter?

  • Unterstützung der Tabaksteuererhöhung durch Hausärzte
  • Forderung nach zweckgebundenen Einnahmen für das Gesundheitssystem
  • Ablehnung der Zweckentfremdung der Gelder ohne Stärkung der medizinischen Versorgung
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