Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Kritik am Zivilschutz in Berlin
Berlin () – Der Grünen-Innenpolitiker Marcel Emmerich hält die Pläne des Bundes zum Ausbau des Zivilschutzes für nicht ausreichend.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sei zwar in der Lage, Geld zu verteilen, bleibe aber eine Antwort schuldig, wie Deutschland im Krisenfall tatsächlich funktionieren solle, sagte Emmerich dem Nachrichtenportal T-Online.
„Hinter den Investitionen braucht es endlich eine belastbare Gesamtstrategie mit klaren Schutzzielen, definierten Krisenszenarien und konkreten Vorsorgeplänen für die Bevölkerung“, forderte Emmerich. Mit der Koordinierungsstelle im Innenministerium sowie der finanziellen und personellen Stärkung des Technischen Hilfswerks (THW) arbeite Dobrindt zwar lange aufgeschobene Reformdefizite auf. „Für eine wirklich krisenfeste Strategie fehlt bislang jedoch ein überzeugendes Konzept für die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen“, sagte der Grünen-Politiker.
Offen bleibe außerdem, wie kritische Infrastruktur besser geschützt und die Bevölkerung vorbereitet werde sowie Warnsysteme, Schutzräume und Versorgung im Ernstfall funktionsfähig gehalten werden sollten. Emmerich sagte, seine Partei habe bei der Reform der Schuldenbremse die Bereichsausnahme für Verteidigungs- und Bevölkerungsschutz durchgesetzt und damit den Grundstein für die zusätzlichen 10 Milliarden Euro gelegt. Bevölkerungsschutz dürfe sich nicht in Fahrzeugübergaben und Pressebildern erschöpfen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Feuerwehr und Zivilschutz im Einsatz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Marcel Emmerich kritisiert die Pläne des Bundes zum Ausbau des Zivilschutzes als unzureichend.
- Fehlende Antworten auf die Funktionsweise Deutschlands im Krisenfall und unzureichende Strategien zur Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen.
- Unklare Maßnahmen zum Schutz kritischer Infrastruktur und zur Vorbereitung der Bevölkerung.
Warum ist das wichtig?
- Notwendigkeit einer umfassenden Gesamtstrategie für den Zivilschutz
- Mangelnde klare Konzepte für Krisenszenarien und Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen
- Wichtigkeit der Vorbereitung der Bevölkerung und Schutz kritischer Infrastruktur
Wer ist betroffen?
- Bevölkerung
- Bund, Länder und Kommunen
- Technisches Hilfswerk (THW)
Zahlen/Fakten?
- 10 Milliarden Euro für den Bevölkerungsschutz
- Notwendigkeit einer Gesamtstrategie mit klaren Schutzzielen
- Reformdefizite im Krisenmanagement müssen aufgearbeitet werden
Wie geht’s weiter?
- Notwendigkeit einer belastbaren Gesamtstrategie für den Zivilschutz
- Entwicklung eines überzeugenden Konzepts für die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen
- Verbesserung des Schutzes kritischer Infrastruktur und der Bevölkerungsvorbereitung
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