Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Berlin: Koalition unter Beschuss
Berlin () – Die Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion werfen der schwarz-roten Koalition vor, im Umgang mit dem Sondervermögen zu tricksen. „Die Koalition verschiebt Ausgaben, die sie ohnehin geplant hatte, aus dem Bundeshaushalt in das Sondervermögen, ohne dass daraus etwas Neues, Zusätzliches für unser Land entsteht“, schreiben Katharina Dröge und Britta Haßelmann in einem Gastbeitrag für den „Stern“.
Der Vorwurf der Grünen: „Milliarden, die durch solche Manöver im regulären Haushalt frei werden, verbrät die Bundesregierung für CSU-Wahlgeschenke – sozusagen als Stillhalteprämie für Markus Söder – oder für Steuersenkungen für die Reichsten, das oberste Prozent.“ Und weiter: „Die Lage ist zu ernst, um 500 Milliarden Euro einfach so zu versenken.“
Als Beispiele nannten die Grünen Investitionen in die Schieneninfrastruktur: So hätten neun Milliarden Euro, die für 2025 im Sondervermögen gesetzt sind, zuvor bereits im Etat des Verkehrsministeriums gestanden. „Von den neun Milliarden bleiben also genau null Euro übrig, die zusätzlich sind.“ Für die Erhaltung maroder Brücken und Tunnel seien im Sondervermögen 2,5 Milliarden vorgesehen. „Bei genauerem Blick lässt sich aber feststellen, dass 2,43 Milliarden davon schon längst verplant waren. Neu sind also gerade mal 70 Millionen.“
Für 2025 bleiben so lediglich zehn Milliarden zusätzliche Investitionen übrig. „Diese erschreckende Quote zeigt: Wenn Merz und Klingbeil so weiter tricksen, kann das kein Aufbruch für Deutschland werden“, schreiben Dröge und Haßelmann. Die Grünen appellieren an Kanzler und Finanzminister: „Schluss mit den Verschiebebahnhöfen und Tricksereien.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Britta Haßelmann und Katharina Dröge (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Grüne werfen schwarz-roter Koalition Tricks im Umgang mit Sondervermögen vor.
- Kritisiert werden geplante Ausgaben, die in das Sondervermögen verschoben werden, ohne zusätzliche Investitionen.
- Nur zehn Milliarden Euro zusätzliche Investitionen für 2025 bleiben übrig.
Warum ist das wichtig?
- Misstrauen gegenüber der Haushaltsführung der Koalition bringt Fragen zur Transparenz auf.
- Mangel an zusätzlichen Investitionen könnte langfristig negative Auswirkungen auf die Infrastrukturentwicklung haben.
- Umleitung von Geldern zugunsten politischer Interessen schadet der allgemeinen Haushaltsintegrität.
Wer ist betroffen?
- Grüne-Bundestagsfraktion
- Bundesregierung
- CSU-Wähler
Zahlen/Fakten?
- 500 Milliarden Euro sollen "einfach so versenkt" werden.
- 9 Milliarden Euro waren bereits im Etat des Verkehrsministeriums verplant.
- Zusätzlich bleiben für 2025 nur 10 Milliarden Euro Investitionen übrig.
Wie geht’s weiter?
- Aufklärung über die tatsächlichen Investitionssummen im Sondervermögen fordern
- Forderung nach einem transparenten Umgang mit Haushaltsmitteln
- Appell an Kanzler und Finanzminister, Tricksereien zu beenden
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