Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik Berlin: Finanzierung der Bürgergeldbezieher
Berlin () – Im Konflikt um die Finanzierung der Gesundheitskosten der Bürgergeldbezieher dringen die Krankenkassen auf eine schrittweise Übernahme durch den Bund.
„Wir schlagen bei der Übernahme der Gesundheitskosten der Bürgergeldbezieher durch den Bund ein Stufenmodell vor“, sagte Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbands, dem Nachrichtenportal T-Online. „Ich verstehe ja, dass die Bundesregierung nicht sofort die in Rede stehenden 12 Milliarden Euro dafür aufbringen kann. Aber ein schrittweiser Aufbau der korrekten Finanzierung müsste machbar sein.“
Derzeit zahlt der Bund den Kassen monatlich 144 Euro pro Bürgergeldbezieher. Dieser Betrag allerdings deckt die Kosten nicht und belastet die Kassen mit geschätzten 12 Milliarden Euro im Jahr. Der GKV-Spitzenverband hatte die Bundesregierung Ende 2025 in der Angelegenheit verklagt.
Blatt schlägt nun vor: Zunächst könnte der Bund vier Milliarden Euro zahlen, 2028 dann acht Milliarden und ab 2029 dann die vollständige Kostendeckung durch alle Steuerzahler. „Das wäre auch in der aktuell schwierigen Haushaltslage ein verträgliches Vorgehen.“ Die Zusatzeinnahmen müssten dann nach seiner Aussage vollständig der Entlastung der Beitragszahler dienen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Blick vom Zahnarzt-Patientenstuhl (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Krankenkassen dringen auf schrittweise Übernahme der Gesundheitskosten für Bürgergeldbezieher durch den Bund
- Aktuell zahlt der Bund 144 Euro pro Bürgergeldbezieher, was die Kosten nicht deckt
- GKV-Spitzenverband hat die Bundesregierung wegen der Finanzierungsfrage verklagt
Warum ist das wichtig?
- Finanzielle Entlastung für Krankenkassen
- Stufenmodell könnte Haushaltsbelastung mindern
- Sicherstellung der Gesundheitsversorgung für Bürgergeldbezieher
Wer ist betroffen?
- Bürgergeldbezieher
- Krankenkassen
- Steuerzahler
Zahlen/Fakten?
- 12 Milliarden Euro jährliche Kosten für die Krankenkassen
- 144 Euro monatlich pro Bürgergeldbezieher von Bund
- Vorschlag: 4 Milliarden Euro 2028, 8 Milliarden Euro 2029, vollständige Kostendeckung ab 2029
Wie geht’s weiter?
- Schrittweise Übernahme der Gesundheitskosten durch den Bund vorschlagen
- Anfangs vier Milliarden Euro, dann acht Milliarden bis 2029
- Vollständige Kostendeckung durch Steuerzahler ab 2029
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