Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Reform des Sexualstrafrechts in Hessen
Hamburg () – Hessens CDU-Justizminister Christian Heinz stellt sich hinter Forderungen, das Sexualstrafrecht zu verschärfen und eine „Ja heißt ja“-Regelung bei sexuellen Handlungen einzuführen.
Heinz sagte am Donnerstag der „Welt“ zum Auftakt der Justizminister-Konferenz in Hamburg: „Hessen setzt sich beharrlich für den besseren Schutz von Frauen ein. Folglich unterstützen wir auch Initiativen anderer Länder, die dafür sorgen, dass Gewalt gegenüber ihnen weniger möglich und Täter besser strafrechtlich verfolgt werden können.“ Er sagte, für Hessen sei klar: Vergewaltiger müssten die „volle Härte des Rechtsstaates“ zu spüren bekommen und für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden.
Die derzeitige Rechtslage führe aber dazu, dass viele Täter nicht verurteilt werden könnten. „Dieses strukturelle Problem zulasten von Frauen müssen wir endlich angehen und gesetzgeberisch nachbessern“, sagte Heinz. „Ja heißt ja“ sei der richtige Weg, um Frauen endlich besser zu schützen.
Aktuell gilt in Deutschland der Grundsatz „Nein heißt nein“. Strafbar sind sexuelle Handlungen gegen den erkennbaren Willen einer Person. Schwieriger sind Fälle, in denen Betroffene aus Angst oder Schock erstarren und Gerichte keinen erkennbaren Gegenwillen feststellen. Schon länger fordern SPD und Grüne deswegen eine entsprechende Verschärfung der Rechtslage. Sexuelle Handlungen sollen demnach nur noch dann rechtmäßig sein, wenn alle beteiligten Personen zugestimmt haben, verbal oder nonverbal. Einen entsprechenden Antrag bringen die Justizminister von Hamburg und Nordrhein-Westfalen (beide Grüne) auf der Justizminister-Konferenz ein.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Christian Heinz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Hessens CDU-Justizminister Christian Heinz unterstützt eine Verschärfung des Sexualstrafrechts.
- Einführung einer "Ja heißt ja"-Regelung zur besseren rechtlichen Absicherung für Frauen.
- Aktuell gilt der Grundsatz "Nein heißt nein"; viele Täter können aufgrund der bestehenden Rechtslage nicht verurteilt werden.
Warum ist das wichtig?
- Besserer Schutz von Frauen vor sexueller Gewalt
- Effektivere Strafverfolgung von Tätern
- Anhebung der rechtlichen Standards zur Vermeidung von Missbrauch
Wer ist betroffen?
- Frauen
- Täter
- Justizminister
Zahlen/Fakten?
- Christian Heinz unterstützt "Ja heißt ja"-Regelung für sexuelles Einvernehmen.
- Derzeit gilt in Deutschland "Nein heißt nein".
- SPD und Grüne fordern seit längerem eine Verschärfung des Sexualstrafrechts.
Wie geht’s weiter?
- Unterstützung von Initiativen zur Verschärfung des Sexualstrafrechts
- Einführung einer "Ja heißt ja"-Regelung für bessere Rechtssicherheit
- Gesetzgeberische Nachbesserung zur besseren Verurteilung von Tätern
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