Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Deutschland: Finanzierungsmaßnahmen diskutiert
Berlin () – Zur Stabilisierung der Krankenkassen will die Bundesregierung das Krankengeld und die Erstattung beim Zahnersatz reduzieren.
„Vor dem Hintergrund des im internationalen Vergleich verhältnismäßig hohen Absicherungsniveaus durch die Lohnfortzahlung und Krankengeldleistungen erscheint eine Absenkung der Höhe des Krankengeldes um 5 Prozentpunkte geboten und vertretbar“, heißt es im Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zum „Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung“, über den die „Rheinische Post“ in ihrer Donnerstagausgabe berichtet.
„Zudem werden die Festzuschüsse für Zahnersatz auf das bereits bis 2020 geltende Niveau reduziert“, heißt es weiter. Angesichts der enormen Finanzierungslücken könne ein Beitrag der Versicherten nicht vermieden werden.
Die Beitragsbemessungsgrenze soll angehoben werden. „Im Jahr 2027 wird einmalig die monatliche Beitragsbemessungsgrenze um rund 300 Euro zusätzlich angehoben. So stärken wir die Beitragsgerechtigkeit und generieren einen solidarischen Beitrag von Arbeitgebern und Personen mit höheren Einkommen zum Reformpaket“, heißt es in dem Entwurf. Derzeit liegt die Grenze bei 5.812,50 Euro monatlich.
Der Bund will den Kassen mehr Zeit zur Rückzahlung von Krediten geben. „Auch der Bund leistet einen Beitrag zur Stabilisierung der Beitragssätze durch eine Verschiebung der Rückzahlung der in den Jahren 2023, 2025 und 2026 gewährten Darlehen von insgesamt 5,6 Milliarden Euro. Diese sind nun in den Jahren 2035 bis 2039 zurückzuzahlen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Blick vom Zahnarzt-Patientenstuhl (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesregierung plant Reduzierung des Krankengeldes um 5 Prozentpunkte.
- Festzuschüsse für Zahnersatz werden auf Niveau von 2020 gesenkt.
- Beitragsbemessungsgrenze soll 2027 um rund 300 Euro angehoben werden.
Warum ist das wichtig?
- Stabilisierung der Krankenkassenfinanzen
- Beitrag zur Beitragsgerechtigkeit erhöhen
- Entlastung durch längere Rückzahlungsfristen für Kredite
Wer ist betroffen?
- Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung
- Patienten, die Zahnersatz benötigen
- Personen mit höherem Einkommen
Zahlen/Fakten?
- Absenkung des Krankengeldes um 5 Prozentpunkte
- Festzuschüsse für Zahnersatz werden auf Niveau von 2020 reduziert
- Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze um rund 300 Euro im Jahr 2027
- Derzeitige Beitragsbemessungsgrenze: 5.812,50 Euro monatlich
- Rückzahlung von Krediten in Höhe von 5,6 Milliarden Euro verschoben auf 2035 bis 2039
Wie geht’s weiter?
- Absenkung des Krankengeldes um 5 Prozentpunkte
- Reduzierung der Festzuschüsse für Zahnersatz auf Niveau vor 2020
- Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze um rund 300 Euro im Jahr 2027
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