Gesundheitsministerin gegen "Basistarif" für Krankenkassen

15. November 2025
1 min Lesezeit

Gesundheitsministerin gegen "Basistarif" für Krankenkassen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitspolitik in Berlin: Reformpläne und Herausforderungen

() – Bundesgesundheitsminister Nina Warken (CDU) lehnt eine Aufteilung der gesetzlichen Krankenversicherung in eine Basisabsicherung und Zusatztarife ab. „Mir ist wichtig, den solidarischen Gedanken unserer Gesundheitsversorgung zu erhalten. Es darf nicht vom Geldbeutel abhängen, wie ein Mensch medizinisch versorgt wird“, sagte Warken dem „Redaktionsnetzwerk “ (Samstagausgaben).

„Eine Aufteilung in eine Art Rumpftarif mit Basisleistungen und Zusatzversicherungen halte ich für sehr schwierig“, antwortete sie auf die Frage, ob es bei der geplanten Finanzreform für sie rote Linien gebe. Dann bestimme das Einkommen darüber, welche Versorgung sich jemand leisten könne. „Das wäre dann eine Form von Zweiklassenmedizin“, argumentierte sie und fügte hinzu: „Das Solidarsystem ist eine Errungenschaft, die ich nicht aufgeben will.“

Warken betonte die Dringlichkeit der für das kommende Jahr geplanten Reform. „2027 erwarten wir ein Defizit in zweistelliger Milliardenhöhe, das wir decken müssen.“ Die Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben wachse stetig, und ein Ende sei nicht in Sicht. Ein wichtiger Bestandteil der Reform sei das geplante Primärarztsystem. „Es ist völlig klar, dass wir dazu ein kluges Anreizsystem brauchen“, betonte sie. „Dabei kommt ein Bonus infrage, wenn ich mich an den Hausarztpfad halte. Oder es fällt eine extra Gebühr an, wenn ich doch direkt zum Facharzt möchte“, sagte sie. „Ohne eine derartige Steuerung wird es nicht gehen“.

Den von Kassenärzte-Chef Andreas Gassen in diesem Zusammenhang vorgeschlagenen extra Facharzttarif für Versicherte, die sich nicht steuern lassen wollen, lehnte sie ab. „Es geht um eine bessere Versorgung und nicht um das Erkaufen einer nicht notwendigen oder sachgerechten Leistung“, sagte sie. Das Ziel sei ein „System für alle“. „Jeder, der einen Facharzttermin benötigt, muss diesen in angemessener Zeit erhalten“, mahnte sie.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nina Warken (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Gesundheitsministerin Nina Warken lehnt Aufteilung der gesetzlichen Krankenversicherung in Basisabsicherung und Zusatztarife ab.
  • Warken betont die Dringlichkeit der geplanten Reform wegen drohendem Defizit.
  • Sie spricht sich für ein kluges Anreizsystem im Primärarztsystem aus.

Warum ist das wichtig?

  • Erhalt des solidarischen Gedankens in der Gesundheitsversorgung
  • Vermeidung von Zweiklassenmedizin
  • Dringliche Notwendigkeit der Reform zur finanziellen Stabilität

Wer ist betroffen?

  • Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Gesundheitsdienstleister
  • Personen mit Bedürfnis nach Facharztterminen

Zahlen/Fakten?

  • 2027 wird ein Defizit in zweistelliger Milliardenhöhe erwartet
  • Kluft zwischen Einnahmen und Ausgaben wächst stetig
  • Reform beinhaltet ein geplantes Primärarztsystem

Wie geht’s weiter?

  • Stärkung des solidarischen Systems in der Krankenversicherung
  • Implementierung eines klugen Anreizsystems im Primärarztsystem
  • Reform dringend notwendig zur Vermeidung eines Defizits bis 2027
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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