Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitsreform in Berlin: Kritik und Herausforderungen
Berlin () – Patientenschützer Eugen Brysch sieht durch die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossene Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Nachteile für Versicherte. Von einem ausgewogenen Paket und einer gerechten Lastenverteilung könne nicht die Rede sein, sagte Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
„Diese Schieflage geht voll zu Lasten der Patientinnen und Patienten“, kritisierte er. Die Kürzungen seien nicht an die Behandlungsqualität gekoppelt. Bezahlt werde weiterhin nur die Anzahl der Arzt-Patienten-Kontakte. Ob sich die Beschwerden der Patienten durch eine Therapie verbessern, verschlechtern oder Leiden gelindert werden, bleibe für die Vergütungshöhe irrelevant.
Brysch wies darauf hin, dass die Bundesregierung in den nächsten vier Jahren ein Loch von 50 Milliarden Euro in die gesetzliche Krankenversicherung reißen würde. Der Bundeszuschuss werde gekürzt und die Kosten für Bürgergeldempfänger würden nur spärlich übernommen.
Der Patientenschützer forderte den Bundestag auf, jetzt bei der Gesetzgebung massiv gegenzusteuern. „Das Parlament hat den Entwurf von Nina Warken zukunftsfähig zu machen und Lars Klingbeil mit in die Verantwortung zu nehmen“, so Brysch weiter.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Nina Warken und Friedrich Merz am 29.04.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Patientenschützer kritisiert Reform der gesetzlichen Krankenversicherung als nachteilig für Versicherte
- Kürzungen sind nicht an Behandlungsqualität gekoppelt, nur Anzahl der Arzt-Patienten-Kontakte zählt
- Bundesregierung plant ein 50 Milliarden Euro Loch in der GKV innerhalb von vier Jahren
Warum ist das wichtig?
- Nachteile für Versicherte durch Reform der gesetzlichen Krankenversicherung
- Kürzungen nicht an Behandlungsqualität gekoppelt, sondern an Anzahl der Arzt-Patienten-Kontakte
- Dringender Handlungsbedarf des Bundestages zur Verbesserung des Gesetzesentwurfs
Wer ist betroffen?
- Versicherte
- Patientinnen und Patienten
- Bürgergeldempfänger
Zahlen/Fakten?
- 50 Milliarden Euro Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung in den nächsten vier Jahren
- Kürzung des Bundeszuschusses
- Keine verbundenen Vergütungen mit Behandlungsqualität
Wie geht’s weiter?
- Bundestag soll Gesetzgebung massiv ändern
- Entwurf von Nina Warken zukunftsfähig machen
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