Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Einigung im Zolldeal EU-USA
Brüssel () – Im Streit um die Umsetzung des Zolldeals zwischen der EU und den USA haben Vertreter aus dem Europaparlament und dem Rat eine Einigung erzielt. Das teilten beide Seiten in der Nacht zu Mittwoch mit.
Demnach sollen Zölle auf US-Produkte einseitig abgeschafft werden. Das betrifft unter anderem die europäischen Zölle auf US-Industriewaren wie Autos und Maschinen, die komplett abgeschafft werden. Es soll aber auch einige Sicherheitsklauseln geben. So sollen die Regelungen am 31. Dezember 2029 auslaufen. Vor diesem Datum soll die Kommission eine umfassende Bewertung der Handelsauswirkungen auf die EU-Industrie, die Landwirtschaft und kleine und mittlere Unternehmen vornehmen. Zudem soll sie die Veränderungen in den Handelsmustern mit Drittländern analysieren. Die Kommission könnte dann einen Gesetzesvorschlag zur Verlängerung der Regelung vorlegen.
Zudem ist vorgesehen, dass die Kommission Zollpräferenzen aussetzen kann, wenn die USA bis zum 31. Dezember 2026 weiterhin einen Zollsatz von mehr als 15 Prozent auf Stahl- und Aluminiumderivate aus der EU anwenden. Die Kommission soll bis zum 1. Dezember 2026 dem Europäischen Parlament und dem Rat über die Zollbehandlung dieser Derivate berichten. Auch, falls US-Präsident Donald Trump die Zölle erhöhen sollte, ist eine Aussetzung der Zollabschaffung möglich.
„Es war ein steiniger Weg, aber es hat sich gelohnt“, sagte Bernd Lange, Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel und ständiger Berichterstatter für die USA. „Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Vorhersehbarkeit in den transatlantischen Handelsbeziehungen.“ Mit der Einführung der Auslaufklausel und einer starken Aussetzungsklausel habe das Parlament den Vorschlag der Kommission erheblich verbessert.
Eine Abstimmung im EU-Parlament könnte im nächsten Schritt in der Plenarsitzung Mitte Juni erfolgen. Damit würde das Ultimatum von Trump, den Deal, den er mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ausgehandelt hatte, bis zum 4. Juli umzusetzen, eingehalten werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Industrieanlagen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Einigung zwischen Europaparlament und Rat im Streit um Zolldeal zwischen EU und USA
- Abschaffung von Zöllen auf US-Industriewaren, einschließlich Autos und Maschinen, bis zum 31. Dezember 2029
- Kommission soll Auswirkungen auf EU-Industrie und Handelsmuster analysieren und über Zollpräferenzen berichten
Warum ist das wichtig?
- Abschaffung der Zölle auf US-Industriewaren erhöht den Handel zwischen EU und USA.
- Regelungen sollen durch umfassende Bewertung der Handelsauswirkungen optimiert werden.
- Vorhersehbarkeit in den transatlantischen Handelsbeziehungen wird gestärkt.
Wer ist betroffen?
- EU-Industrie
- Landwirtschaft
- Kleine und mittlere Unternehmen
Zahlen/Fakten?
- Abschaffung der Zölle auf US-Produkte, inklusive Autos und Maschinen
- Regelungen laufen am 31. Dezember 2029 aus
- Bericht der Kommission über Zollbehandlung bis zum 1. Dezember 2026
Wie geht’s weiter?
- Umfassende Bewertung der Handelsauswirkungen durch die Kommission bis 31. Dezember 2029
- Bericht über Zollbehandlung von Stahl- und Aluminiumderivaten bis 1. Dezember 2026
- Abstimmung im EU-Parlament in der Plenarsitzung Mitte Juni
- Sanierung der Trinkwasserleitungen in Dessau-Roßlau - 20. Mai 2026
- 13-Jähriger bei Fahrradsturz in Hamm schwer verletzt - 20. Mai 2026
- Deutsche Industrie hält sich für weniger wettbewerbsfähig - 20. Mai 2026
