Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wohnungsbaupolitik in Deutschland: Neue Ansätze
Berlin () – Weil Deutschland beim Wohnungsbau hinterherhängt, will Bundesbauministerin Verena Hubertz eine eigene Bundeswohnungsbaugesellschaft gründen. Dies könne „ein Gamechanger sein“, sagte die SPD-Politikerin der „Süddeutschen Zeitung“. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) richte sich vor allem an die Beschäftigten des Bundes. „Wir brauchen aber Wohnungen für die Breite des Landes. Deswegen die Gründung einer eigenen Bundeswohnungsbaugesellschaft.“ Das sei eine Idee, „die den Wohnungsbau in Deutschland auf ein stärkeres Fundament stellen würde“, sagte die Ministerin.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte in seiner Rede bei der Bertelsmann-Stiftung am Mittwoch gesagt, der Bund solle in Zukunft „in großem Stil“ Wohnungen bauen können. Er schlug dazu die Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft vor. Um dieses Vorhaben umzusetzen, müsse allerdings das Grundgesetz geändert werden, erklärte Bauministerin Hubertz am vergangenen Donnerstag beim Wohnungsbau-Tag in Berlin.
Gerade fänden Gespräche darüber statt, welche Reformen es in Deutschland brauche und wo weitere Dinge geregelt werden müssten, so Hubertz. Es werde aber ein „größeres Paket geben müssen und nicht nur eine Regelung bei der Bundeswohnungsbaugesellschaft.“ Die Gespräche darüber würden über den Sommer stattfinden, sagte Hubertz.
Darüber, was die SPD nach den für die Partei erschütternden Ergebnissen bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ändern müsse, sagte Hubertz: Ihre Partei habe „zu lange das Bild der Reformverhinderer abgegeben“. Es sei daher wichtig, dass die SPD kurzfristig bei den Reformen liefere, langfristig brauche die Partei aber einen „Pitch für die Zukunft“. Sie sei überzeugt davon, dass ihre Partei das Aufstiegsversprechen früherer Generationen zurückbringen müsse. „Dass man weiß, wenn man sich reinhängt, kann man sich ein gutes Leben, ein Häusle oder eine Wohnung leisten.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Verena Hubertz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Gründung einer Bundeswohnungsbaugesellschaft wird angestrebt, um Wohnungsbau in Deutschland zu fördern.
- Bundesfinanzminister schlägt vor, dass der Bund in großem Stil Wohnungen bauen soll; dazu ist eine Grundgesetzänderung notwendig.
- Gespräche über erforderliche Reformen und weitere Regelungen finden über den Sommer statt.
Warum ist das wichtig?
- Gründung einer Bundeswohnungsbaugesellschaft könnte den Wohnungsbau in Deutschland revolutionieren.
- Bedarf an mehr Wohnungen für die breite Bevölkerung, nicht nur für Bundesbeschäftigte.
- Notwendigkeit einer Grundgesetzänderung zur Umsetzung des Vorhabens.
Wer ist betroffen?
- Beschäftigte des Bundes
- Allgemeine Bevölkerung in Deutschland
- Mitglieder der SPD
Zahlen/Fakten?
- Gründung einer Bundeswohnungsbaugesellschaft als Lösung für Wohnungsengpass
- Bundesfinanzminister schlägt vor, dass der Bund in großem Stil Wohnungen baut
- Änderungen am Grundgesetz erforderlich für Umsetzung des Vorhabens
Wie geht’s weiter?
- Gründung einer Bundeswohnungsbaugesellschaft anstreben
- Reformen im Grundgesetz diskutieren
- Gespräche über umfassendes Reformpaket im Sommer führen
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