DIHK und Städte kritisieren Einschränkungen bei Integrationskursen

23. Februar 2026
1 min Lesezeit

DIHK und Städte kritisieren Einschränkungen bei Integrationskursen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen in Deutschland

() – Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Deutsche Städte- und Gemeindebund haben die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) angekündigten Einschränkungen bei Integrationskursen kritisiert.

„Sprachkompetenz ist eine zentrale Voraussetzung für nachhaltige Beschäftigung“, erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Verzögerte Sprachförderung führe erfahrungsgemäß zu längeren Zeiten im Leistungsbezug und erschwere die Integration in Arbeit. „Daher sollte der frühzeitige Zugang zu Sprachangeboten für diese Gruppe sichergestellt bleiben.“

Ähnlich äußerte sich Städtebundchef André Berghegger. „Die ohne Zweifel richtigen Ideen des Innenministers werden durch die kürzlich ebenfalls verhängten Zulassungsbeschränkungen für Integrationskurse konterkariert“, sagte er. „Wer Integration durch Arbeit fördern will, muss den Spracherwerb parallel aktiv stützen.“

Grundsätzlich begrüßten beide Verbände jedoch die Pläne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Asylbewerbern bereits nach drei Monaten eine Beschäftigung zu ermöglichen. „Wenn Geflüchtete schneller in Arbeit kommen, profitieren alle davon: Betriebe können schneller auf dringend benötigte Arbeitskräfte zugreifen“, sagte Melnikov. Der frühe Arbeitsmarktzugang müsse dabei „unbürokratisch und bundesweit einheitlich umgesetzt werden – ohne zusätzliche Hürden“.

Berghegger nannte Dobrindts Vorstoß „ein wichtiges Signal“. Arbeit fördere Teilhabe und Integration und steigere die Chancen, gesellschaftliche Kosten zu reduzieren. Zugleich betonte er: Die Möglichkeit zur Arbeitsaufnahme könne „selbstverständlich“ nicht für Personen gelten, die kein Bleiberecht hätten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flüchtlinge an einer Aufnahmestelle (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • DIHK und Städtebund kritisieren Einschränkungen bei Integrationskursen vom BAMF.
  • Beide Verbände unterstützen Dobrindts Pläne für frühzeitige Beschäftigung von Asylbewerbern.
  • Forderung nach unbürokratischem Zugang zum Arbeitsmarkt und Sicherstellung von Sprachangeboten.

Warum ist das wichtig?

  • Sprachkompetenz ist entscheidend für nachhaltige Beschäftigung und schnelle Integration.
  • Verzögerungen bei der Sprachförderung verlängern den Leistungsbezug und erschweren den Einstieg ins Berufsleben.
  • Früher Arbeitsmarktzugang fördert Teilhabe und kann gesellschaftliche Kosten reduzieren.

Wer ist betroffen?

  • Asylbewerber
  • Geflüchtete
  • Betriebe

Zahlen/Fakten?

  • DIHK und Städtebund kritisieren Einschränkungen bei Integrationskursen
  • Sprachkompetenz entscheidend für Beschäftigung
  • Asylbewerber sollen nach drei Monaten arbeiten können

Wie geht’s weiter?

  • Sicherstellung des frühzeitigen Zugangs zu Sprachangeboten
  • Unbürokratische und bundesweit einheitliche Umsetzung des Arbeitsmarktzugangs
  • Fokussierung auf Bleiberecht bei der Arbeitsaufnahme
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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