Claren: Europa und USA geht es nicht um iranisches Volk

24. Januar 2026
1 min Lesezeit

Claren: Europa und USA geht es nicht um iranisches Volk

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Menschenrechtslage im Iran: Enttäuschungen und Sorgen

() – Die deutsch-iranische Menschenrechtsaktivistin Mariam Claren ist angesichts der massiven Tötungswelle im seit der vergangenen Woche schwer enttäuscht von , Europa und den USA.

Die Nachrichten, die tröpfchenweise aus dem Iran durchdrängen, ließen die schlimmsten Befürchtungen wahr werden. „Die Stimmen aus dem Iran sagen einheitlich: Es ist noch viel schlimmer, als ihr denkt“, sagte die Tochter der deutsch-iranischen Architektin Nahid Taghavi, die vier Jahre lang im Teheraner Evin-Gefängnis einsaß, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben).

In den vergangenen Tagen habe sie direkte Nachrichten erhalten. Die Rede sei von kriegsähnlichen Zuständen und von wahllosen Erschießungen auf der Straße und an der Haustür. „Sie gehen von Haus zu Haus, nehmen alle fest, die teilgenommen haben. In einem Fall haben sie nicht festgenommen, sondern an der Haustüre erschossen“, zitiert Claren einen ihrer Gesprächspartner aus dem Iran. Die Menschen trauten sich nicht, das Haus zu verlassen. Die Straßen seien militarisiert, es herrsche quasi das Militär. Ein Gesprächspartner habe erklärt: „Wir haben Angst, beim Einkaufen erschossen zu werden.“

Angesichts dieser Lage sei das Schweigen der internationalen Gemeinschaft umso enttäuschender. Die Äußerung von US-Präsident Donald Trump, inmitten der Proteste zu sagen: „Help is on the way“, sei unverantwortlich. Die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), das Regime sei dem Ende geweiht, sei eine leere Floskel. Nicht nachvollziehbar sei auch das Verhalten Italiens, Frankreichs und Spaniens, eine EU-Terrorlistung der Islamischen Revolutionsgarde, also jene, die für die brutale Repression in Iran verantwortlich seien, zu blocken.

Die Meldungen über US-Kriegsschiffe, die auf dem Weg seien, führten zu höchster Alarmbereitschaft. „Hat sich mal einer der Verantwortlichen überlegt, was dieses Katz-und-Maus-Spiel mit dem iranischen Volk macht? Wir wissen nicht, was die nahe Zukunft bringt, und welche geopolitischen Interessen werden, aber eines ist klar: Niemandem geht es um das iranische Volk und ihr Recht auf Freiheit.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anti-Iran-Protest (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Mariam Claren äußert Enttäuschung über die internationale Reaktion auf die Lage im Iran.
  • Berichte sprechen von kriegsähnlichen Zuständen und wahllosen Erschießungen.
  • Internationale Politiker werden für ihre unzureichenden Reaktionen kritisiert.

Warum ist das wichtig?

  • Enttäuschung über das Schweigen der internationalen Gemeinschaft angesichts der gravierenden Menschenrechtslage im Iran
  • Warnungen vor kriegsähnlichen Zuständen und wahllosen Erschießungen schüren internationale Besorgnis
  • Mangel an Unterstützung und Intervention beeinträchtigt die Sicherheit und Freiheit der Menschen im Iran

Wer ist betroffen?

  • die Menschen im Iran
  • Menschenrechtsaktivisten
  • internationale Gemeinschaft

Zahlen/Fakten?

  • Tötungswelle im Iran seit der vergangenen Woche
  • Menschen trauen sich nicht, das Haus zu verlassen
  • Militärisiert Straßen, Angst beim Einkaufen erschossen zu werden

Wie geht’s weiter?

  • Internationale Gemeinschaft enttäuschend still
  • Keine Unterstützung für das iranische Volk in seinem Kampf um Freiheit
  • Unklare geopolitische Interessen und deren Einfluss auf die Situation im Iran
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