Bund und Länder beschließen Maßnahmen zur "Staatsmodernisierung"

25. Juni 2026
1 min Lesezeit

Bund und Länder beschließen Maßnahmen zur "Staatsmodernisierung"

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Verwaltung und Bürokratieabbau in Berlin

() – Bund und Länder haben sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag auf ein gemeinsames Programm zur Modernisierung des Staates und zum Rückbau unnötiger Bürokratie geeinigt.

Unter anderem soll es künftig grundsätzlich möglich sein, mit Behörden per E-Mail in Kontakt zu treten, sogenannte Schriftformerfordernisse werden massiv abgebaut. Bauanträge sollen schneller bearbeitet werden, das eigene Auto soll digital „vom heimischen Sofa aus angemeldet werden“, wie es aus der Bundesregierung nach der MPK hieß.

Ab 2027 soll das Kindergeld in einer ersten Stufe für jedes weitere Kind von Eltern, die bereits mindestens ein älteres Kind haben, an die Person ausgezahlt werden, die bisher das Kindergeld erhält. In einer zweiten Stufe soll auch für das erste Kind das Kindergeld antragslos ausgezahlt werden.

Die elektronische Wohnsitzanmeldung muss künftig bundesweit verpflichtend von allen Kommunen angeboten werden. Zusätzlich ist ein bundesweites Pass- und Ausweisregister vorgesehen: Damit können Bürger ihren neuen Personalausweis digital beantragen und müssen lediglich ihre biometrischen Daten im Bürgeramt erfassen. Der Personalausweis wird dann nach Hause zugesandt.

Durchsetzen wollen Bund und Länder auch die sogenannte „Genehmigungsfiktion“, zum Beispiel bei Bauanträgen. Vorgesehen ist, dass eine Genehmigung als erteilt gilt, wenn eine Behörde in bestimmten Fällen nicht innerhalb einer festgelegten Frist entscheidet.

Wann die Vorhaben in Gesetzesform gegossen und wirklich wirksam werden, war zunächst unklar – bis Ende des Jahres sollen sie in Kraft treten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ministerpräsidentenkonferenz am 25.06.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bund und Länder einigen sich auf Programm zur Modernisierung des Staates und Abbau von Bürokratie.
  • E-Mail-Kontakt mit Behörden und digitale Anmeldung von Autos werden ermöglicht.
  • Kindergeld soll 2027 antragslos für erste und weitere Kinder ausgezahlt werden.

Warum ist das wichtig?

  • Modernisierung des Staates und Bürokratieabbau verbessert Bürgerkommunikation mit Behörden.
  • Schnellere Bearbeitung von Anträgen und digitale Dienstleistungen erleichtern den Alltag der Bürger.
  • Einführung der "Genehmigungsfiktion" fördert Effizienz bei Bauanträgen.

Wer ist betroffen?

  • Bürger, die mit Behörden in Kontakt treten möchten
  • Eltern mit mindestens einem Kind
  • Kommunen, die Wohnsitzanmeldungen anbieten müssen

Zahlen/Fakten?

  • Ab 2027 Kindergeld antragslos für das erste Kind vorgesehen
  • Digitale Wohnsitzanmeldung bundesweit verpflichtend
  • Personalausweis kann digital beantragt werden, Zusendung nach Hause

Wie geht’s weiter?

  • Einführung der elektronischen Wohnsitzanmeldung bundesweit für Kommunen
  • Genehmigungsfiktion bei Bauanträgen
  • Umsetzung der geplanten Maßnahmen bis Ende des Jahres
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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