Brantner beklagt Ambitionslosigkeit beim Wehrpflicht-Kompromiss

13. November 2025
1 min Lesezeit

Brantner beklagt Ambitionslosigkeit beim Wehrpflicht-Kompromiss

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wehrpflicht-Debatte in Berlin: Kritik der Grünen

() – Grünen-Chefin Franziska Brantner wirft der Bundesregierung beim Wehrpflicht-Kompromiss Ambitionslosigkeit vor. „Es ist gut, dass Wehrerfassung und Musterung endlich kommen“, sagte Brantner dem Nachrichtenportal T-Online. Sie seien die Grundlage dafür, dass man wisse, wer bereit und geeignet sei. „Mir ist der Ansatz der Bundesregierung allerdings zu wenig ambitioniert.“

Im Ernstfall werde es nicht reichen, nur die 18- bis 19-Jährigen zu erfassen. „Wir sollten zumindest wissen, wie wir die 45-jährige Drohnenexpertin erreichen können, oder den 34-jährigen Koch“, forderte Brantner. Das geplante Verfahren werde den Bedürfnissen der jungen Menschen nicht gerecht. „Mal wieder zeigt sich, dass es nicht klug ist, über die Köpfe der jungen Generation hinweg zu entscheiden. Zumal dann nicht, wenn nicht zuerst alles getan wird, um einen freiwilligen Dienst in der Bundeswehr zu ermöglichen.“

Die Attraktivität der Bundeswehr hänge den Bedürfnissen derer weit hinterher, die sie ansprechen müsste, um das Land verteidigungsfähig zu machen, mahnte Brantner. Das Losverfahren löse diese Probleme nicht, sagte Brantner. Die Koalition hält sich bisher offen, bei einer möglichen Bedarfswehrpflicht per Los auszuwählen.

Das Losverfahren sorge im Zweifel für noch größere Verwirrung, weil jeder, der in die Wehrpflicht gelost werde, nach wie vor das Recht behält, den Dienst zu verweigern, sagte Brantner. „Die Frage, was mit diesen Menschen passieren soll, ist bisher gar nicht beantwortet.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Grünen-Chefin Franziska Brantner kritisiert die Bundesregierung wegen des Wehrpflicht-Kompromisses.
  • Sie fordert, auch ältere potenzielle Rekruten zu erfassen, nicht nur 18- bis 19-Jährige.
  • Brantner bemängelt, dass das geplante Verfahren den Bedürfnissen junger Menschen nicht gerecht wird.

Warum ist das wichtig?

  • Erfassung und Musterung sind Grundlagen zur Identifikation geeigneter Personen für den Wehrdienst.
  • Die Attraktivität der Bundeswehr muss den Bedürfnissen der Zielgruppe angepasst werden.
  • Unklare Regelungen beim Losverfahren schaffen Verwirrung und unbeantwortete Fragen bezüglich der Dienstverweigerung.

Wer ist betroffen?

  • Bundesregierung
  • 18- bis 19-Jährige
  • 45-jährige Drohnenexpertin und 34-jähriger Koch

Zahlen/Fakten?

  • 45-jährige Drohnenexpertin und 34-jähriger Koch sollten in die Wehrerfassung einbezogen werden
  • Bundeswehr soll attraktiver für junge Menschen werden
  • Losverfahren könnte Verwirrung stiften und Wehrdienstverweigerung nicht klären

Wie geht’s weiter?

  • Diskussion über Wehrpflicht-Kompromiss und Wehrerfassung
  • Forderung nach Erfassung älterer, geeigneter Personen
  • Notwendigkeit zur Attraktivitätssteigerung der Bundeswehr
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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