Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Bundeshaushalt 2027 in Berlin
Berlin () – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat sich für den Bundeshaushalt 2027 mit seinen Kabinettskollegen final über Einsparungen im Etat geeinigt. Die ursprünglich 21 Milliarden Euro große Haushaltslücke sei vollständig geschlossen, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mehrere Regierungsvertreter. Der Bundeshaushalt stehe und werde daher wie geplant am 6. Juli vom Bundeskabinett beschlossen.
Allerdings muss Klingbeil eine Rücklage von rund zehn Milliarden Euro antasten, weil sich nicht alle Einsparungen wie gewünscht realisieren ließen. Zudem riss der Iran-Krieg ungeplante Löcher in den Bundeshaushalt. Deshalb muss Klingbeil einen beträchtlichen Teil der Rücklage in Höhe von 9,7 Milliarden Euro für 2027 heranziehen. Ursprünglich hatte der Finanzminister gehofft, die Rücklage schonen zu können. Allerdings sei es gelungen, dank Einsparungen auch das Haushaltsloch für 2028 von knapp unter 30 Milliarden Euro zu reduzieren, hieß es.
Bildungsministerin Karin Prien (CDU) soll durch eine Elterngeld-Reform einen Einsparbetrag für 2027 in Höhe von 500 Millionen Euro liefern. Im Jahr darauf soll die Reform zu Minderausgaben von zwei Milliarden Euro führen. Bauministerin Verena Hubertz (SPD) werde 2027 mit 738 Millionen Euro nicht ganz den anvisierten Sparbetrag liefern, hieß es weiter. Zudem will die Bundesregierung Subventionen nach der „Rasenmäher-Methode“ im Umfang von 15 bis 30 Prozent kürzen, was drei Milliarden Euro bringen soll.
Bei der Rente soll sich Klingbeil mit Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) auf einen Einsparbetrag von vier Milliarden Euro geeinigt haben. Nicht erreicht wurden die Sparziele bei der Staatsmodernisierung. Statt drei Milliarden Euro betragen die Einsparungen 2027 zunächst nur über eine Milliarde Euro. Auch erreichte Klingbeil nicht sein Ziel, zwei Milliarden Euro durch eine Krypto-Besteuerung und eine stärkere Bekämpfung von Steuerbetrug einzunehmen. Mehreinnahmen durch höhere Steuern auf Alkohol und Tabak und eine neue Zuckerabgabe seien dagegen planmäßig auf dem Weg.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Lars Klingbeil am 25.06.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat Einsparungen im Bundeshaushalt 2027 finalisiert.
- Haushaltslücke von 21 Milliarden Euro wurde geschlossen, jedoch muss eine Rücklage von 9,7 Milliarden Euro angezapft werden.
- Einsparungen durch Elterngeld-Reform und Subventionenkürzungen sollen insgesamt mehrere Milliarden Euro bringen.
Warum ist das wichtig?
- Schließung der Haushaltslücke ist entscheidend für finanzielle Stabilität.
- Einsparungen bei wichtigen Ministerien zeigen Priorisierung in der Haushaltsführung.
- Notwendigkeit, Rücklagen anzutasten, weist auf wirtschaftliche Herausforderungen hin.
Wer ist betroffen?
- Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD)
- Bildungsministerin Karin Prien (CDU)
- Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD)
Zahlen/Fakten?
- Haushaltslücke 2027: 21 Milliarden Euro geschlossen
- Rücklage angetastet: rund 10 Milliarden Euro
- Einsparungen aus Elterngeld-Reform: 500 Millionen Euro für 2027
- Geplante Einsparungen bei der Rente: 4 Milliarden Euro
- Kürzungssubventionen: 3 Milliarden Euro durch 15-30% Reduktion
Wie geht’s weiter?
- Bundeshaushalt wird am 6. Juli beschlossen.
- Rücklage von rund 10 Milliarden Euro wird angetastet.
- Weitere Einsparungen für 2028 geplant.
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