Klingbeil drängt Ressorts zu schnellen Einsparungen

11. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Klingbeil drängt Ressorts zu schnellen Einsparungen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Finanzielle Vorbereitungen für Bundeshaushalt 2027

() – Deutlich vor dem offiziellen Start im Januar laufen die Vorbereitungen für den Bundeshaushalt 2027 schon auf Hochtouren. Seit September haben sich die für die Etats der Ressorts zuständigen Staatssekretäre mehrfach getroffen, um das von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ausgegebene Sparziel zu erreichen: ein Prozent der Ausgaben, das entspricht rund fünf Milliarden Euro. Wie laut „Spiegel“ aus dem Bundesfinanzministerium (BMF) zu hören ist, haben erst rund die Hälfte der Ressorts ihren Sparbeitrag vorgelegt. Dazu zählen die Ministerien für Inneres, für Arbeit und Soziales sowie das BMF selbst.

Allein mit dem Anteil des Arbeitsministeriums von knapp zwei Milliarden Euro ist ein großer Teil der erwarteten Einsparungen erbracht. Noch nicht geliefert haben etwa die Ministerien für Verkehr, für Justiz und für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Bis Ende des Jahres will Klingbeil den Beitrag aller Ministerien einsammeln. Damit wäre die für 2027 erwartete Finanzierungslücke fast zur Hälfte gedeckt. Klingbeils Haushaltsexperten taxieren sie auf rund elf Milliarden Euro. Sie ist in den vergangenen Monaten erheblich geschrumpft, weil Klingbeil 2026 eine Rücklage von zehn Milliarden Euro nicht benötigt, sie deshalb ungeschmälert in das Folgejahr verschieben kann.

Zudem fallen die Steuereinnahmen etwas höher aus als erwartet, auch wird die Mütterrente erst ein Jahr später fällig. Darüber hinaus hat Klingbeil seine Kabinettskollegen aufgerufen, weitere Kürzungsvorschläge für spätere Jahre vorzulegen, in denen die Deckungslücken noch viel größer ausfallen. Für 2028 erwarten die BMF-Beamten einen Fehlbetrag von 60 Milliarden Euro, für 2029 einen von 64 Milliarden Euro. Um diese Löcher zu stopfen, sollen die Ressorts vorschlagen, wie Subventionen gestrichen und gesetzliche Leistungen gekürzt werden können. Nach Auffassung des Finanzministeriums geht es dabei vor allem um Ausgaben von Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Sollten die Ressorts nur unzureichende Maßnahmen einreichen, will Klingbeil seine Beamten anweisen, selbst Kürzungsvorschläge vorzulegen. Unabhängig von ihrem frühen Beginn soll die Etataufstellung, wie traditionell üblich, mit dem Rundschreiben für die Haushaltsaufstellung im Januar beginnen. Anders als regulär vorgesehen werden die Eckwerte des Haushalts für 2027 erst im April vorliegen, nicht schon im März. Ende Juni oder Anfang Juli nächsten Jahres soll der Regierungsentwurf für den Haushalt 2027 im Bundeskabinett verabschiedet werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Lars Klingbeil am 11.12.2025

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,6/5 (27 Bewertungen)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Vorbereitung für den Bundeshaushalt 2027 läuft vor dem offiziellen Start im Januar.
  • Finanzminister Lars Klingbeil setzt ein Sparziel von rund fünf Milliarden Euro.
  • Rund die Hälfte der Ressorts hat bisher ihren Sparbeitrag vorgelegt.

Warum ist das wichtig?

  • Frühzeitige Vorbereitung ermöglicht effiziente Haushaltsplanung
  • Zielgerichtete Einsparungen senken Finanzierungslücke erheblich
  • Notwendigkeit zur Anpassung der Ressorts an zukünftige Fehlbeträge stellt Haushaltsstabilität sicher

Wer ist betroffen?

  • Ressorts der Bundesregierung
  • Ministerien für Inneres, Arbeit und Soziales, BMF
  • Ministerien für Verkehr, Justiz und wirtschaftliche Zusammenarbeit

Zahlen/Fakten?

  • Einsparziel von rund fünf Milliarden Euro, entspricht ein Prozent der Ausgaben.
  • Erwartete Finanzierungslücke 2027 von rund elf Milliarden Euro.
  • Fehlbetrag für 2028 wird auf 60 Milliarden Euro, für 2029 auf 64 Milliarden Euro geschätzt.

Wie geht’s weiter?

  • Bis Ende des Jahres will Klingbeil den Sparbeitrag aller Ministerien einsammeln.
  • Weitere Kürzungsvorschläge für die Jahre 2028 und 2029 sollen eingeholt werden.
  • Der Regierungsentwurf für den Haushalt 2027 soll Ende Juni oder Anfang Juli 2026 verabschiedet werden.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Don't Miss