Anteil der Pflegeleistungen an Gesundheitskosten stark gestiegen

28. April 2026
1 min Lesezeit

Anteil der Pflegeleistungen an Gesundheitskosten stark gestiegen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Steigende Pflegeausgaben in Deutschland

() – Die Ausgaben für pflegerische Leistungen steigen deutlich stärker als die Gesundheitsausgaben insgesamt.

Gegenüber dem Jahr 2014 ist ihr Anteil an den Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 um 5,4 Prozentpunkte gestiegen: Auf pflegerische Leistungen entfielen im Jahr 2024 mit 135,9 Milliarden Euro gut ein Viertel (25,3 Prozent) aller Gesundheitsausgaben in , wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte. Zehn Jahre zuvor betrugen die Ausgaben für diese Leistungen noch 65,0 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Anteil von einem Fünftel (19,8 Prozent) an allen Gesundheitsausgaben von 327,7 Milliarden Euro. Im Betrachtungszeitraum haben sich die Ausgaben für pflegerische Leistungen mehr als verdoppelt (+109,1 Prozent).

Ursächlich für diese Entwicklung sind unter anderem die zum 1. Januar 2017 eingeführten Änderungen am Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI), gestiegene Pflegepersonalkosten und der demografische Wandel. Zu den pflegerischen Leistungen zählen unter anderem die Grund-, Behandlungs- und Intensivpflege, die weitgehend in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen wie auch in Krankenhäusern sowie im Rahmen der häuslichen Pflege in privaten Haushalten erbracht werden. Die Gesundheitsausgaben insgesamt lagen im Jahr 2024 bei 538,2 Milliarden Euro und sind seit 2014 um knapp zwei Drittel (64,2 Prozent) gestiegen.

Neben den pflegerischen Leistungen zählen unter anderem ärztliche und therapeutische Leistungen, die Gewährleistung von Zahnersatz, das Bereitstellen von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln sowie von Unterkunft und Verpflegung zum Leistungsspektrum der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Ärztliche Leistungen entsprachen einem Anteil von 23,6 Prozent aller Gesundheitsausgaben. Die Ausgaben für ärztliche Leistungen, die Grund-, Sonder-, Labor- und strahlendiagnostische Leistungen umfassen, stiegen gegenüber 2014 um 45,7 Prozent. Arzneimittel machten 15,8 Prozent der Gesundheitsausgaben aus und stiegen zwischen 2014 und 2024 um 67,5 Prozent, so die Behörde.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ausgaben für pflegerische Leistungen steigen erheblich und machen 2024 25,3% der Gesundheitsausgaben aus.
  • Anteil der pflegerischen Ausgaben an den Gesundheitsausgaben stieg seit 2014 um 5,4 Prozentpunkte.
  • Gesamte Gesundheitsausgaben in Deutschland liegen 2024 bei 538,2 Milliarden Euro.

Warum ist das wichtig?

  • Steigende Ausgaben für pflegerische Leistungen zeigen wachsenden Bedarf im Gesundheitswesen.
  • Demografischer Wandel und steigende Pflegepersonalkosten erfordern Anpassungen in der Finanzierung.
  • Veränderungen im SGB XI haben signifikante Auswirkungen auf die Ausgabenstruktur im Gesundheitssektor.

Wer ist betroffen?

  • Pflegepersonal
  • Patienten in ambulanten und (teil-)stationären Einrichtungen
  • Angehörige in privaten Haushalten

Zahlen/Fakten?

  • Pflegeleistungen: 135,9 Milliarden Euro, 25,3% der Gesundheitsausgaben 2024
  • Ausgaben für Pflegeleistungen seit 2014: +109,1%
  • Gesamte Gesundheitsausgaben 2024: 538,2 Milliarden Euro, +64,2% seit 2014

Wie geht’s weiter?

  • Weiter steigende Ausgaben für pflegerische Leistungen erwartet
  • Anpassungen und Reformen im Gesundheitssektor notwendig
  • Mögliche Auswirkungen des demografischen Wandels berücksichtigen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Don't Miss