Hamburg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Psychologie: Herausforderungen bei Stimmungsstörungen in Hamburg
Hamburg () – Menschen mit Depressionen oder bipolaren Störungen schätzen den Aufwand für Alltagsaktivitäten oft als zu hoch und den Nutzen als zu gering ein. Das teilte die Universität Hamburg mit, nachdem ein Psychologe eine Metastudie zu dem Thema veröffentlicht hat.
Bei einer Teilgruppe von Menschen mit Störungen aus dem Schizophrenie-Spektrum wirkte das Entscheidungsverhalten hingegen eher sprunghaft und willkürlich.
Für die Studie wertete der Wissenschaftler 68 vorhandene Untersuchungen mit rund 3.700 Teilnehmenden aus. Die Analyse zeigte, dass bei Depressionen und bipolaren Störungen gut gemeinte Aufmunterungen oft nicht wirken oder sogar Druck erzeugen können.
Stattdessen könnten Therapien, die etwa das Trainieren von Vorfreude durch Visualisierungen in den Fokus nehmen, bessere Wirkungen erzielen.
Bei Menschen mit Schizophrenie-Spektrum-Störungen scheint hingegen eine verringerte kognitive Leistungsfähigkeit der zentrale Mechanismus für die Motivationsprobleme zu sein. Ihnen könnte ein gezieltes Training dieser Fähigkeiten helfen, so der Forscher.
Die Übereinstimmungen zwischen depressiven und bipolaren Störungen deuten darauf hin, dass es dort stärkere Gemeinsamkeiten gibt als bisher angenommen.
- Tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnis entlassen - 20. März 2026
- Lehrerverband sieht Verbot von Messengerdiensten kritisch - 20. März 2026
- Merz will KI-Verordnung komplett auf den Prüfstand stellen - 20. März 2026
