Bundestag stimmt für Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

5. März 2026
1 min Lesezeit

Bundestag stimmt für Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik in Deutschland: Wolf als jagdbare Art

() – Der Bundestag hat dafür gestimmt, den Wolf als „jagdbare Tierart“ ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen.

Der entsprechende Gesetzentwurf der Bundesregierung wurde am Donnerstag mit den Stimmen von Union, SPD und AfD vom Parlament beschlossen. Grüne und Linke votierten gegen das Vorhaben.

Eine Jagdzeit ist vom 1. Juli bis 31. Oktober vorgesehen, wobei die Bundesländer und zuständigen Behörden Managementpläne erstellen müssen, um den Umfang der Jagd zu regeln. Dabei muss ein günstiger Erhaltungszustand der Wolfspopulation gewährleistet bleiben.

Eine Sonderregelung gilt für die Alpenregion, wo nur wenige Wölfe leben und kein günstiger Erhaltungszustand besteht. Dennoch soll dort die Jagd möglich sein. Dort können künftig Weidegebiete ausgewiesen werden, in denen Schutzmaßnahmen wie Zäune als unzumutbar erklärt werden, etwa auf schwer einzuzäunenden Almwiesen.

Ein weiterer Bestandteil des Gesetzes betrifft sogenannte „Problemwölfe“, die sich „auffällig“ verhalten und Weidetiere angreifen. Diese Wölfe können künftig leichter erlegt werden. Die Rückkehr des Wolfs in wird als Erfolg der Artenschutzpolitik gewertet, jedoch steige mit der Ausbreitung auch das Konfliktpotenzial. Im Jahr 2024 wurden laut der Bundesregierung bei etwa 1.100 Übergriffen rund 4.300 Nutztiere durch Wölfe gerissen oder verletzt. Die Ausgaben für Herdenschutzmaßnahmen beliefen sich demnach auf rund 23,4 Millionen Euro, zuzüglich etwa 780.000 Euro für Ausgleichszahlungen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundestagssitzung am 05.03.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundestag hat Wolf als jagdbare Tierart ins Bundesjagdgesetz aufgenommen.
  • Jagdzeit vom 1. Juli bis 31. Oktober; Managementpläne durch Bundesländer erforderlich.
  • "Problemwölfe" können künftig leichter erlegt werden; 4.300 Nutztiere durch Wölfe gerissen oder verletzt im Jahr 2024.

Warum ist das wichtig?

  • Regelung der Wolfspopulation zum Schutz der Weidetiere
  • Möglichkeit zur Bekämpfung von Problemwölfen zur Konfliktvermeidung
  • Unterstützung von Managementplänen und Herdenschutzmaßnahmen in verschiedenen Regionen

Wer ist betroffen?

  • Wolf
  • Landwirtschaftsbetriebe
  • Weidetierhalter

Zahlen/Fakten?

  • Wolf wird als "jagdbare Tierart" ins Bundesjagdgesetz aufgenommen
  • Jagdzeit: 1. Juli bis 31. Oktober
  • 2024: ca. 1.100 Übergriffe, rund 4.300 Nutztiere gerissen oder verletzt
  • Ausgaben für Herdenschutz: ca. 23,4 Millionen Euro + 780.000 Euro Ausgleichszahlungen

Wie geht’s weiter?

  • Erstellung von Managementplänen durch Bundesländer und Behörden
  • Jagd auf Problemwölfe wird erleichtert
  • Weitergabe der Umsetzung an lokale Behörden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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