Günther-Wünsch stellt Pläne für mehr Kinderschutz vor

4. März 2026
1 min Lesezeit

Günther-Wünsch stellt Pläne für mehr Kinderschutz vor

Berlin - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftlicher Fortschritt in Berlin: Kinderschutzmaßnahmen

() – Die Berliner Senatsverwaltung für Bildung hat ein Maßnahmenpaket zum Ausbau des Kinderschutzes vorgestellt. Senatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) sagte am Mittwoch, dass besonders belastete Kinder und Jugendliche künftig durch zusätzliche spezialisierte Plätze, neue Flexwohnungen und verbesserte psychologische Versorgung unterstützt werden sollen.

Im Mittelpunkt stehen vier Schwerpunkte: die Stärkung der stationären Jugendhilfe, Reformen in der Pflegekinderhilfe, der Ausbau des Berliner Notdienstes Kinderschutz sowie ein neues psychologisches Beratungsangebot.

Ab diesem Jahr wird das Platzausbauprogramm mit 1,4 Millionen Euro im Doppelhaushalt fortgeführt und verstärkt. Bereits 2024/2025 waren rund 5 Millionen Euro für 79 neue Plätze bereitgestellt worden, darunter 28 für junge Menschen mit komplexem Hilfebedarf und 18 für akute Krisensituationen.

Neu sind drei Flexwohnungen mit Intensivplätzen für Jugendliche an der Schnittstelle zur Psychiatrie, die kein Gruppensetting vertragen. In der Pflegekinderhilfe gilt seit 2026 eine neue Zuständigkeitsregel: Nach zwei Jahren übernimmt das Jugendamt am Wohnort der Pflegeeltern die Begleitung.

Zudem erhalten Pflegeeltern bei Aufnahme eines Kindes unter sechs Jahren einen elterngeldähnlichen Startbonus von 924 Euro monatlich, durch den bereits 76 neue Pflegestellen entstanden sind.

Der Berliner Notdienst Kinderschutz (BNK) wurde personell auf insgesamt 171,01 Vollzeitstellen ausgebaut und um neue spezialisierte Außenstellen erweitert. Der BNK hält berlinweit 51 Plätze mit Aufnahmeverpflichtung vor und nahm 2025 insgesamt 1.354 Kinder und Jugendliche in Obhut.

Seit diesem Jahr bietet zudem das Projekt KOMPASS der Psychologischen Hochschule Berlin psychisch stark belasteten 14- bis 21-Jährigen im betreuten Wohnen kurzfristige, kostenfreie psychotherapeutische Beratung an. Mit einem Budget von rund 200.000 Euro jährlich sollen etwa 120 junge Menschen erreicht werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Katharina Günther-Wünsch (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Berliner Senatsverwaltung für Bildung stellt Maßnahmenpaket zum Kinderschutz vor.
  • Ausbau des Platzausbauprogramms mit 1,4 Millionen Euro für spezialisierte Plätze und psychologische Versorgung.
  • Einführung von Flexwohnungen und neuer Zuständigkeitsregel in der Pflegekinderhilfe.

Warum ist das wichtig?

  • Verbesserung des Kinderschutzes für belastete Kinder und Jugendliche
  • Stärkung der Unterstützungsangebote durch spezialisierte Plätze und Psychotherapie
  • Förderung der Pflegekinderhilfe und Erhöhung der Ressourcen für Notdienste

Wer ist betroffen?

  • besonders belastete Kinder und Jugendliche
  • Pflegeeltern
  • junge Menschen im betreuten Wohnen

Zahlen/Fakten?

  • 1,4 Millionen Euro für Platzausbauprogramm im Doppelhaushalt
  • 5 Millionen Euro bereitgestellt für 79 neue Plätze (2024/2025)
  • 924 Euro monatlicher Startbonus für Pflegeeltern bei Aufnahme eines Kindes unter sechs Jahren
  • 171,01 Vollzeitstellen im Berliner Notdienst Kinderschutz (BNK)
  • 51 Plätze mit Aufnahmeverpflichtung beim BNK
  • 1.354 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen (2025)
  • Budget von 200.000 Euro jährlich für Projekt KOMPASS, 120 junge Menschen sollen erreicht werden

Wie geht’s weiter?

  • Stärkung der stationären Jugendhilfe und Pflegekinderhilfe
  • Ausbau des Berliner Notdienstes Kinderschutz und psychologisches Beratungsangebot
  • Fortführung des Platzausbauprogramms mit zusätzlicher Finanzierung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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