Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Berlin: Geas-Reform beschlossen
Berlin () – Der Bundestag hat die umstrittene Geas-Reform beschlossen. Die entsprechenden Gesetzesentwürfe erhielten am Freitag im Bundestag die nötigen Mehrheiten.
Die Reform beinhaltet Regeln zu Asylverfahren an den EU-Außengrenzen, zur Erfassung von Schutzsuchenden und zu Beschränkungen der Bewegungsfreiheit. Zudem sollen Migranten in Drittstaaten geschickt und Asylverfahren dorthin verlagert werden können. Änderungen betreffen auch das Dublin-Verfahren, das die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten für Asylverfahren regelt. Ein neuer „Solidaritätsmechanismus“ soll sicherstellen, dass alle EU-Länder ihren Anteil an der Aufnahme von Geflüchteten leisten.
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte angekündigt, dass Deutschland zusammen mit EU-Partnern Abschiebezentren, sogenannte Return Hubs, außerhalb der EU vorbereite. Diese sollen dazu dienen, Asylbewerber, die keinen Schutzstatus erhalten, direkt aus den Zentren in Drittstaaten abzuschieben. Dobrindt plant zudem die Einführung von Sekundärmigrationszentren mit Aufenthaltspflicht für Asylbewerber, die bereits in einem anderen EU-Staat einen Schutzstatus erhalten haben oder deren Verfahren nach den Dublin-Regeln in einem anderen Staat zuständig ist.
Gleichzeitig sollen Asylbewerber künftig schneller Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Nach den neuen Gesetzentwürfen dürfen sie bereits nach drei Monaten Aufenthalt arbeiten, sofern sie eine Bleibeperspektive in Deutschland haben. Ausgenommen sind Schutzsuchende aus sicheren Herkunftsstaaten und Dublin-Fälle.
Scharfe Kritik an der Reform kommt von den Grünen, der Linken und den Kirchen. Sie warnen vor einer möglichen De-facto-Inhaftierung in den neuen Zentren, gerade bei Familien mit Kindern. Für diese soll die Aufenthaltspflicht den Vorhaben zufolge auf maximal sechs Monate begrenzt werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundestagssitzung am 27.02.2026 |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundestag hat die umstrittene Geas-Reform beschlossen
- Reform betrifft Asylverfahren an EU-Außengrenzen, Bewegungsfreiheit und Dublin-Verfahren
- Kritik von Grünen, Linken und Kirchen wegen möglicher De-facto-Inhaftierung
Warum ist das wichtig?
- Reform betreffen zentrale Aspekte des Asylrechts in der EU.
- Einführung von neuen Mechanismen zur fairen Verteilung von Geflüchteten.
- Schnellerer Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylbewerber kann Integration fördern.
Wer ist betroffen?
- Asylbewerber
- Migranten
- Geflüchtete
Zahlen/Fakten?
- Bundestag hat die Geas-Reform beschlossen
- Asylbewerber dürfen nach drei Monaten Aufenthalt arbeiten
- Aufenthaltspflicht für Familien mit Kindern auf maximal sechs Monate begrenzt
Wie geht’s weiter?
- Umsetzung der neuen Asylregelungen durch die Bundesregierung
- Gründung der Return Hubs zur Rückführung von Asylbewerbern
- Einführung der Sekundärmigrationszentren für bestimmte Asylbewerber
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