Hausärzte halten E-Patientenakte für wenig praxistauglich

18. Februar 2026
1 min Lesezeit

Hausärzte halten E-Patientenakte für wenig praxistauglich

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitssystem in Deutschland: Elektronische Patientenakte kritisch bewertet

() – Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Markus Beier, zieht eine kritische Bilanz der elektronischen Patientenakte, die vor gut einem Jahr flächendeckend eingeführt worden ist.

Die allerwenigsten Patienten hätten sich ihre ePA einmal angeschaut, sagte Beier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das liegt vor allem an dem absurd komplizierten Registrierungsprozess, der selbst digital affine Menschen irgendwann frustriert aufgeben lässt.“ Viele wüssten auch gar nicht, dass sie eine ePA besitzen. Laut einer Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums nutzen die ePA bisher nur vier Millionen der 74 Millionen gesetzlich Versicherten.

Beier hält die Weiterentwicklung für dringend notwendig. In anderen Ländern funktioniere die ePA schon: „In jedoch scheitert es nach wir vor an der konkreten Umsetzung. In ihrer aktuellen Form ist die ePA nur eingeschränkt praxistauglich.“ Derzeit sei sie vor allem „eine unsortierte PDF-Sammlung, mit der Praxen im Alltag nur wenig anfangen können“. Mühsam müssten sich die Ärzte durch unzählige Dokumente arbeiten, es fehle eine Volltextsuche. Ein großes Problem sei auch, dass es bei der Telematikinfrastruktur – das Netzwerk, auf der die ePA läuft – zu massiven Störungen und Ausfällen komme: „Das frisst in den Praxen unglaublich viel Zeit und sorgt für enormen Frust.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Markus Beier kritisiert die elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland.
  • Nur vier Millionen der 74 Millionen gesetzlich Versicherten nutzen sie.
  • Registrierungsprozess ist kompliziert und führt zu Frustration bei den Nutzern.

Warum ist das wichtig?

  • Niedrige Nutzung der ePA trotz Einführung
  • Komplizierter Registrierungsprozess frustriert Patienten
  • Dringende Notwendigkeit der Weiterentwicklung zur Praxistauglichkeit

Wer ist betroffen?

  • Patienten
  • Ärzte
  • gesetzlich Versicherte

Zahlen/Fakten?

  • 4 Millionen nutzen die elektronische Patientenakte (ePA) von 74 Millionen gesetzlich Versicherten
  • Komplizierter Registrierungsprozess frustriert viele Patienten
  • Aktuelle ePA ist eine unsortierte PDF-Sammlung ohne Volltextsuche

Wie geht’s weiter?

  • Dringende Weiterentwicklung der ePA notwendig
  • Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit und Funktionsfähigkeit
  • Lösung der Probleme mit der Telematikinfrastruktur
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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