Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Herausforderungen im Integrationskurswesen in Berlin
Berlin () – Die Träger von Integrationskursen schlagen Alarm. In einem Brandbrief an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), aus dem die „Frankfurter Rundschau“ zitiert, berichten sie von „Kursabbrüchen, Wartezeiten, Planungsunsicherheit und finanziellen Verlusten für Kursträger“. Diese Hürden entstünden durch „die nicht zeitnahe Bearbeitung von Zulassungsanträgen der Teilnehmenden“.
Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass das Bamf bereits seit Ende November keine Berechtigungsscheine für die freiwillige Teilnahme an den Kursen mehr ausstellt. Dadurch kommen auch Kurse für andere Teilnehmergruppen nicht zustande, weil es zu wenige Anmeldungen gebe.
Das Schreiben an das Bundesamt wird vom Berufsverband für Integrations- und Berufssprachkurse (BVIB) verbreitet. Unterschrieben wurde es von rund 50 örtlichen Trägern aus zahlreichen Bundesländern, darunter Bildungsanbieter wie die Volkshochschulen, Berlitz, Inlingua und Hartnack-Schule.
Die Träger beklagen, dass sie ohnehin schon unter Druck stünden. Besonders kritisch bewerten sie, dass seit November die Vergütung pro Teilnehmer oder Teilnehmerin sinkt, wenn mehr als 16 Personen einen Kurs absolvieren. „Größere Kursgruppen bedeuten keinen geringeren Aufwand, sondern höhere Anforderungen an Unterrichtsqualität, individuelle Förderung, Dokumentation und Verwaltung“, stellen sie fest. Die aktuelle Vergütungsstruktur stehe damit „in einem Spannungsverhältnis zu den offiziell formulierten Qualitätsansprüchen“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Träger von Integrationskursen senden Brandbrief an Bamf wegen Kursabbrüchen und Planungsunsicherheit
- Bamf stellt seit Ende November keine Berechtigungsscheine für freiwillige Kurse aus
- Vergütung pro Teilnehmer sinkt bei größeren Kursgruppen, was die Qualität und Verwaltung belastet
Warum ist das wichtig?
- Unterstützung und Integration von Migranten wird behindert
- Qualität der Kurse und individuelle Förderung gefährdet
- Finanzielle Verluste und instabile Planungsbedingungen für Bildungsträger
Wer ist betroffen?
- Träger von Integrationskursen
- Teilnehmende der Kurse
- örtliche Bildungsanbieter (z. B. Volkshochschulen, Berlitz, Inlingua, Hartnack-Schule)
Zahlen/Fakten?
- Keine Berechtigungsscheine für freiwillige Teilnahme an Integrationskursen seit Ende November
- Rund 50 örtliche Träger und Bildungsanbieter sind im Brandbrief vertreten
- Vergütung pro Teilnehmer sinkt bei mehr als 16 Personen im Kurs
Wie geht’s weiter?
- Bearbeitung von Zulassungsanträgen beschleunigen
- Lösung für sinkende Vergütung pro Teilnehmer finden
- Qualitätsansprüche anpassen oder Ressourcen erhöhen
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