Sozialversicherungen entgehen Milliarden wegen Minijobs

6. Februar 2026
1 min Lesezeit

Sozialversicherungen entgehen Milliarden wegen Minijobs

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Minijobs und soziale Sicherung in Berlin

() – Durch nicht sozialversicherungspflichtige Minijobs entgeht den Sozialversicherungen jährlich ein Milliardenbetrag.

Das geht aus Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales auf eine Anfrage der Linken hervor, über die die „Rheinische Post“ (Samstag) berichtet. Demnach ergeben sich bei Minijobs rechnerische Mindereinnahmen in Höhe von 11,30 Euro je 100 Euro beitragspflichtigem Entgelt, teilte das Ministerium mit. Bei einem Entgelt von 387 Euro – das war 2024 der Durchschnittsverdienst von geringfügig entlohnten Beschäftigten – belaufen sich die Mindereinnahmen auf knapp 44 Euro pro Minijob und Monat. Hintergrund ist, dass bei Minijobs bestimmte Beiträge für die Sozialversicherungen gar nicht oder in geringerem Umfang anfallen.

Würden alle 7,9 Millionen geringfügig Beschäftigten einer Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro unterliegen, könnte das für die Sozialsysteme deutliche Mehreinnahmen bedeuten. Auf das Jahr gerechnet läge der Betrag sogar bei mehr als vier Milliarden Euro – zumindest theoretisch. Das Ministerium verwies allerdings darauf, dass sich die Zahlen unter anderem wegen ausgeblendeter Anpassungsreaktionen nicht für eine Hochrechnung eigneten.

Pascal Meiser, Sprecher der Linken für Arbeitspolitik, kritisierte in der „Rheinischen Post“, dass Minijobs „massiv die Finanzierungsbasis unseres solidarischen Sozialversicherungssystems“ unterminieren. Es sei daher „absurd, weiter an dieser Parallelwelt des Minijob-Systems festzuhalten“. Meiser sagte: „Es ist gut, dass jetzt auch Teile der CDU dieses Problem erkannt zu haben scheinen. Aber auch Arbeitsministerin Bas muss jetzt hier endlich handeln und einen Vorschlag auf den Tisch legen, um Minijobs in voll sozial abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse zu überführen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Reinigungskraft in einer U-Bahn-Station (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Mindereinnahmen für Sozialversicherungen durch Minijobs betragen jährlich über vier Milliarden Euro.
  • Durchschnittliche Mindereinnahmen von 44 Euro pro Minijob und Monat.
  • Kritik an Minijobs als Unterminierung des Sozialversicherungssystems.

Warum ist das wichtig?

  • Milliardenbeträge entgehen den Sozialversicherungen durch Minijobs.
  • Potential für Mehreinnahmen von über vier Milliarden Euro bei sozialversicherungspflichtigen Minijobs.
  • Gefährdung der Finanzierungsbasis des Sozialversicherungssystems.

Wer ist betroffen?

  • Geringfügig Beschäftigte
  • Sozialversicherungen
  • Bundesregierung

Zahlen/Fakten?

  • 11,30 Euro Mindereinnahmen je 100 Euro beitragspflichtigem Entgelt bei Minijobs
  • Durchschnittsverdienst von 387 Euro bei geringfügig entlohnten Beschäftigten
  • Theoretische Mehreinnahmen von über 4 Milliarden Euro pro Jahr, wenn alle 7,9 Millionen Minijobber sozialversicherungspflichtig wären

Wie geht’s weiter?

  • Handlung von Arbeitsministerin Bas erforderlich
  • Vorschlag zur Überführung von Minijobs in sozial abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse nötig
  • Teile der CDU scheinen Problematik erkannt zu haben
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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