Saarland - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wissenschaftlicher Durchbruch in Saarbrücken
Saarbrücken () – Chemikern der Universität des Saarlandes ist ein bedeutender Durchbruch in der Grundlagenforschung gelungen. Sie haben ein stabiles aromatisches Molekül mit Siliziumatomen hergestellt, nach dem Wissenschaftler weltweit jahrzehntelang erfolglos gesucht hatten, wie die Universität mitteilte.
Die Entdeckung wurde nun im Fachmagazin „Science“ veröffentlicht.
Das Team um David Scheschkewitz und Doktorand Ankur schaffte es, bei einer besonders stabilen Art von Molekülen aus der organischen Chemie die Kohlenstoffatome durch Siliziumatome zu ersetzen. Das entstandene „Pentasilacyclopentadienid“ könnte den Weg für neue Materialien und chemische Prozesse mit möglicherweise industrieller Relevanz ebnen.
In der Kunststoffherstellung sorgen ähnliche aromatische Verbindungen dafür, dass Katalysatoren langlebiger und effektiver werden.
Interessanterweise wurde praktisch zeitgleich exakt die gleiche Verbindung im Labor von Takeaki Iwamoto an der Tohoku University in Sendai in Japan entdeckt. In kollegialer Übereinkunft publizierten die saarländischen und japanischen Forschungsgruppen jetzt in derselben Ausgabe von „Science“.
Bisher gab es für Silizium aromatische Moleküle nur in einer einzigen Variante aus dem Jahr 1981.
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