Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wohnungsleerstand in Berlin: Politische Debatte
Berlin () – 3.192 Wohnungen im Besitz des Bundes stehen derzeit leer. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Caren Lay, über die das Nachrichtenportal T-Online berichtet.
Das sind rund neun Prozent des gesamten Wohnungsbestandes des Bundes: Die Immobiliendienstleisterin des Bundes, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwaltet nach Angaben von August 2025 rund 37.000 Wohnungen für Bundesbedienstete, also etwa Bundespolizisten.
Ein großer Teil der Wohnungen ist mängelbehaftet oder befindet sich in der Sanierung, Fluktuation zwischen zwei Vermietungen macht hingegen nur einen kleinen Teil aus. Weitere 955 leerstehende Wohnungen gelten zudem als nicht marktaktiv, sie stehen dem Mietmarkt also nicht mehr zur Verfügung.
„Angesichts des Mietennotstandes ist es absolut unverantwortlich, dass der Bund eigene Wohnungen leer stehen lässt“, sagte die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Caren Lay, T-Online und beklagt: „Es kann nicht sein, dass Mängel nicht sofort behoben werden“. Als ein Problem macht die Vorsitzende des Bauausschusses im Bundestag aus, dass die BImA hohe Beträge an den Bundeshaushalt abführen müsse und deswegen zu wenig Mittel für Sanierungen behalten dürfe.
Besonders groß ist der Leerstand darüber hinaus bei den Gewerbeflächen: Fast die Hälfte der bundeseigenen Flächen aus dem Bereich „Gewerbe und sonstige Liegenschaften“ steht leer. Insgesamt hält die BImA in dem Bereich rund 5,5 Millionen Quadratmeter – 2,6 Millionen davon sind unbenutzt. Dazu zählen etwa Büro-, Lager- und Produktionsflächen.
Lay fordert mit Blick auf die Wohnungsknappheit in vielen Städten: „Die Sanierungen bundeseigener Wohnungen müssen schnell begonnen und fertiggestellt werden“. Die Linken-Politikerin drängt zudem auf eine schnellstmögliche Vermietung leer stehender Wohnungen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Leerstehende Wohnung (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- 3.192 Wohnungen im Besitz des Bundes stehen leer.
- Vieler dieser Wohnungen sind mängelbehaftet oder in Sanierung.
- Fast die Hälfte der bundeseigenen Gewerbeflächen steht ebenfalls leer.
Warum ist das wichtig?
- Leerstehende Wohnungen im Bundesbesitz sind ein Zeichen für ineffiziente Nutzung von Ressourcen in Zeiten des Wohnungsnotstands.
- Mängel und hohe Sanierungskosten stehen einer Verfügbarmachung der Wohnungen entgegen, was die Situation verschärft.
- Die Forderung nach schneller Sanierung und Vermietung könnte zur Entlastung des Mietmarktes beitragen.
Wer ist betroffen?
- Bundesbedienstete, wie Bundespolizisten
- Mieter in Städten mit Wohnungsknappheit
- Linke-Bundestagsabgeordnete Caren Lay
Zahlen/Fakten?
- 3.192 Wohnungen im Besitz des Bundes stehen leer
- Rund 9 % des gesamten Wohnungsbestandes des Bundes
- 955 leerstehende Wohnungen gelten als nicht marktaktiv
- BImA verwaltet rund 37.000 Wohnungen für Bundesbedienstete
- 2,6 Millionen Quadratmeter von 5,5 Millionen Quadratmetern Gewerbeflächen sind unbenutzt
Wie geht’s weiter?
- Sanierungen bundeseigener Wohnungen schnell beginnen und fertigstellen
- Schnellstmögliche Vermietung leer stehender Wohnungen
- BImA benötigt mehr Mittel für die Instandhaltung und Sanierung
