Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Drohnenabwehr in Thüringen und Bund
Berlin () – Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) aufgefordert, die zentrale Zuständigkeit bei der Drohnenabwehr zu übernehmen. „Ich sehe beim Thema Drohnenabwehr ein Kompetenzwirrwarr“, sagte der SPD-Politiker dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„.
„Die kleinen Länder können die Drohnenabwehr im Übrigen nicht so aufstellen, wie es erforderlich wäre. Wir müssen uns deshalb fragen, wo es sinnvoll ist, Kompetenzen zu bündeln und zu erweitern. Ich habe gegen eine gewisse Konzentration dieser Kompetenz beim Bund jedenfalls keine Einwände.“
Maier ermahnte Dobrindt insgesamt zu mehr Einsatz. „Wir müssen dringend auf die veränderte geopolitische Lage reagieren“, sagte er. „Hybride Bedrohungen haben ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen. Ich würde mir wünschen, dass auf diesem Gebiet vom Bundesinnenministerium zügiger gehandelt wird.“ So fehlten ein nationales Lagebild und ein nationaler Aktionsplan. „Die Bedrohung ist vielfältig“, so der Minister. „Russland versucht, uns zu destabilisieren. Wir haben die Aufgabe, dem zu begegnen.“
Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, äußerte sich ähnlich. „Aufgrund der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts kann der Bund die Kompetenz in dieser relevanten Sicherheitsfrage der Drohnenabwehr durch einfache Gesetzgebung an sich ziehen“, sagte er dem RND. „Er sollte das auch tun. Denn wir haben derzeit ein Kompetenzwirrwarr, und das ist schlecht für unsere Sicherheit.“ Die Grünen erwarteten, dass Dobrindt „jetzt in die Verantwortung geht und sich das Bundesinnenministerium den Hut aufsetzt. Die Bundespolizei muss sich dann mit den Ländern und der Bundeswehr natürlich vernetzen. Aber es muss diese klare Zuständigkeit geben. Denn in den nächsten Monaten wird dieses Problem eher noch virulenter.“
Bundespolizei und Länderpolizeien sollen für die Drohnenabwehr künftig gleichermaßen zuständig sein und die Bundeswehr im Notfall um Amtshilfe bitten können. Dobrindt stellt am Dienstag die Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei in Dienst. Ebenfalls in diesem Jahr soll ein geplantes Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern in Betrieb gehen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Innenministerium (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Thüringens Innenminister fordert zentrale Zuständigkeit bei der Drohnenabwehr durch den Bund.
- Es besteht ein Kompetenzwirrwarr und die Notwendigkeit eines nationalen Lagebildes und Aktionsplans.
- Bundespolizei und Länder sollen künftig gemeinsam für die Drohnenabwehr zuständig sein.
Warum ist das wichtig?
- Kompetenzbündelung bei Drohnenabwehr kann Sicherheitsprobleme minimieren
- Geopolitische Bedrohungen erfordern schnelles Handeln und koordinierte Ansätze
- Klare Zuständigkeiten stärken die Reaktionsfähigkeit und Effizienz in der Sicherheitslage
Wer ist betroffen?
- Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD)
- Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU)
- Bundespolizei und Länderpolizeien
Zahlen/Fakten?
- Thüringens Innenminister fordert zentrale Zuständigkeit des Bundes für Drohnenabwehr
- Nationale Lagebilder und Aktionspläne fehlen derzeit
- Bundespolizei und Länderpolizeien sollen gleichwertig zuständig sein
Wie geht’s weiter?
- Übernahme der zentralen Zuständigkeit für Drohnenabwehr durch den Bund.
- Erstellung eines nationalen Lagebildes und Aktionsplans zur Reaktion auf hybride Bedrohungen.
- Inbetriebnahme der Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei und des geplanten Drohnenabwehrzentrums.
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