Programmentwurf: AfD will in Sachsen-Anhalt alles umkrempeln

26. Januar 2026
1 min Lesezeit

Programmentwurf: AfD will in Sachsen-Anhalt alles umkrempeln

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Agenda der AfD in Sachsen-Anhalt

() – Die AfD fordert vor der Landtagswahl in eine grundlegende Neuausrichtung in allen Bereichen der Politik. der „Welt“ und „Politico“ zitieren aus dem bisher unveröffentlichten Entwurf des Wahlprogramms für die Wahl im September. Dieser soll beim Landesparteitag im April in Magdeburg beraten und beschlossen werden.

Leitmotiv des Programmentwurfs ist der umstrittene Begriff der „Remigration“. In 43 Einzelpunkten geht der Vorstand in -Anhalt auch über bisherige AfD-Forderungen in diesem Bereich hinaus. So ist etwa ein „sofortiger Aufnahmestopp für Nicht-EU-Ausländer“ sowie die Abschaffung des subsidiären Schutzstatus vorgesehen, der vor allem an Bürgerkriegsflüchtlinge aus vergeben wird. Darüber hinaus werden die „Abschaffung des Asyl-Grundrechts und seine Umwandlung in ein staatlicherseits gewährtes Gnadenrecht“, die Ausbürgerung von schwerkriminellen Doppelstaatlern sowie die Vorbereitung einer „Remigrationsoffensive in die “ aufgeführt.

Ukrainer sollen nicht mehr als Kriegsflüchtlinge anerkannt werden, sondern „Zuflucht in der Westukraine finden“. Im Bereich innere Sicherheit ist im Programmentwurf der Sachsen-Anhalt-AfD etwa vorgesehen, die Adressen von verurteilten Pädophilen zu veröffentlichen. Dies biete „eine Art Mindestschutz der Bevölkerung“.

In Bezug auf das Waffenrecht wird in dem Programmentwurf eine „Liberalisierung mit Augenmaß“ gefordert. Um Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffen in der Öffentlichkeit zu führen, soll kein Waffenschein mehr erforderlich sein. Bei der Prüfung von waffenrechtlichen Erlaubnissen soll nicht mehr die „politische Gesinnung“ geprüft werden, nur noch die Zuverlässigkeit.

Die Inklusion von Schülern mit Behinderung wird in dem Programmentwurf als „Experiment“ bezeichnet. Behinderte Kinder würden „den Unterrichtsfortgang lähmen“, blieben „hinter ihren Möglichkeiten zurück“ und müssten deshalb in Förderschulen unterrichtet werden. Regenbogenfahnen an Schulen sollen verboten werden. Die Schule müsse den Kindern „die normale Familie bestehend aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, als Vorbild vermitteln“, heißt es in dem Entwurf weiter.

Steigende Abtreibungs- und sinkende Geburtenraten werden damit in Zusammenhang gebracht, dass „sexuelle Abweichungen und nicht-reproduktive Lebensweisen mittlerweile mehr Akzeptanz genießen und offensiver beworben“ würden als die „normale Familie“.

In Umfragen liegt die AfD in Sachsen-Anhalt bei rund 40 Prozent und damit klar vor der CDU, die derzeit bei etwa 26 bis 27 taxiert wird. Zwar dürfte die AfD in Sachsen-Anhalt Schwierigkeiten haben, einen Koalitionspartner zu finden, eine Tolerierung zum Beispiel durch das BSW scheint aber nicht komplett ausgeschlossen, auch eine absolute parlamentarische Mehrheit ist nur wenige Prozentpunkte entfernt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Logo auf AfD-Parteitag (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • AfD fordert grundlegende Neuausrichtung vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
  • Der Programmentwurf beinhaltet unter anderem einen Aufnahmestopp für Nicht-EU-Ausländer und die Abschaffung des Asyl-Grundrechts.
  • In Umfragen liegt die AfD bei rund 40 Prozent, deutlich vor der CDU mit etwa 26 bis 27 Prozent.

Warum ist das wichtig?

  • Grundlegende Neuausrichtung der Politik gefordert
  • Umstrittene Forderungen zur Remigration und Asylrechtsänderungen
  • Hohe Umfragewerte der AfD könnten politische Landschaft beeinflussen

Wer ist betroffen?

  • Nicht-EU-Ausländer
  • Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien
  • Schüler mit Behinderung

Zahlen/Fakten?

  • 43 Einzelpunkte im Entwurf des Wahlprogramms
  • AfD in Sachsen-Anhalt bei rund 40 Prozent, CDU bei etwa 26 bis 27 Prozent
  • Sofortiger Aufnahmestopp für Nicht-EU-Ausländer vorgesehen

Wie geht’s weiter?

  • Wahlprogramm der AfD für Sachsen-Anhalt wird im April beschlossen
  • Fokussierung auf umstrittene Themen wie Remigration und Sicherheitsmaßnahmen
  • Möglichkeit einer absoluten Mehrheit oder Tolerierung durch BSW in Umfragen erkennbar
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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