Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politische Reformen zur Landesfusion in Deutschland
Berlin () – Der Deutschland-Plan des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) zur Verringerung der Anzahl der Bundesländer und zur Fusion schwacher mit starken Ländern hat die Zustimmung des Staatsrechtswissenschaftlers Hans-Jürgen Papier gefunden.
Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts sagte der „Bild“, dass die Idee richtig sei. „Denn die Bundesländer sollen eine eigene Staatsqualität und die dafür nötige Leistungsfähigkeit haben. Das ist bei einigen Ländern offensichtlich nicht der Fall und sie könnten von einer Zusammenlegung profitieren.“
Der frühere Verfassungsrichter bestätigte zugleich die Vereinbarkeit des Söder-Plans mit dem Grundgesetz. Papier: „Die Zahl der Bundesländer darf verändert werden. Das Grundgesetz sieht in Artikel 29 explizit vor, dass das Bundesgebiet neu gegliedert werden kann, um zu gewährleisten, dass die Länder nach Größe und Leistungsfähigkeit die ihnen obliegenden Aufgaben wirksam erfüllen können.“
Auch die vom Deutschland-Plan Söders unmittelbar betroffenen Kommunen äußern Verständnis für den Ansatz des bayerischen Ministerpräsidenten. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), André Berghegger, sagte der Zeitung: „Nicht zuletzt mit Blick auf die extrem schwierige Finanzlage der Städte und Gemeinden, sollten wir darüber diskutieren, wie wir unseren föderalen Staat insgesamt effizienter und leistungsstärker aufstellen.“
Das Finanzierungsdefizit der Kommunen habe allein im vergangenen Jahr bei mehr als 30 Milliarden Euro gelegen, so Berghegger. Und weiter: „Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat daher den Vorschlag unterbreitet, die Kosten für einige soziale Leistungen zukünftig zu je einem Drittel auf Bund, Länder und Kommunen zu verteilen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Sitzung des Bundesrates (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Markus Söder präsentiert einen Deutschland-Plan zur Verringerung der Anzahl der Bundesländer und Fusion schwacher mit starken Ländern.
- Hans-Jürgen Papier unterstützt den Plan und sieht ihn als mit dem Grundgesetz vereinbar.
- Kommunen äußern Verständnis für die Vorschläge zur effizienteren Gestaltung des föderalen Systems.
Warum ist das wichtig?
- Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Bundesländer
- Effizienzsteigerung des föderalen Systems
- Berücksichtigung der finanziellen Herausforderungen der Kommunen
Wer ist betroffen?
- Bundesländer
- Kommunen
- Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB)
Zahlen/Fakten?
- Finanzierungsdefizit der Kommunen im vergangenen Jahr über 30 Milliarden Euro
- Söder-Plan zur Fusion von Bundesländern
- Grundgesetz erlaubt Neugliederung des Bundesgebiets gemäß Artikel 29
Wie geht’s weiter?
- Diskussion über den Deutschland-Plan fortführen
- Prüfung der finanziellen Auswirkungen auf Kommunen und Länder
- Gespräche zur Umgestaltung der föderalen Struktur initiieren
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